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	<description>Wie kommt es, dass eine Berggeiss zusammen mit einer Wasserratte mit dem Velo durch zwei Kontinente radeln?</description>
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		<title>Filippinen Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 12:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[1. April bis 4. Mai 2011 Mumien und Berge Bisher waren alle St&#228;dte voll von Tricycles, improvisierte Motorrad-Seitenwagentaxis. Laut, schmutzig und tausende auf den Strassen. Hier in Baguio hat es kein einziges&#8230; denn die Strassen sind so steil, dass die Motorr&#228;der schon ohne Seitenwagen kaum die H&#252;gel hinaufkommen. Herrliche Ruhe! Wir genossen einige Tage Sightseeeing,<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=636">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. April bis 4. Mai 2011</p>
<h2>
	Mumien und Berge</h2>
<p>Bisher waren alle St&auml;dte voll von Tricycles, improvisierte Motorrad-Seitenwagentaxis. Laut, schmutzig und tausende auf den Strassen. Hier in Baguio hat es kein einziges&#8230; denn die Strassen sind so steil, dass die Motorr&auml;der schon ohne Seitenwagen kaum die H&uuml;gel hinaufkommen. Herrliche Ruhe!<br />
	Wir genossen einige Tage Sightseeeing, Kaffeestuben (wieder einmal eine Studentenstadt) und versorgten uns mit Vorr&auml;ten f&uuml;r die D&ouml;rfer weiter oben in den Bergen. Nat&uuml;rlich liessen wir uns auf dem &ouml;rtlichen Touristenb&uuml;ro beraten. Der Junge Mann war aber so aufgeregt, dass er kaum mehr Englisch konnte. Ich glaube, es hat in der Gegend nicht allzu viele Touris&#8230;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-006.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Filippinen-Kabayan"><img alt="" class="size-medium wp-image-637" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-006-450x337.jpg" title="Filippinen-Kabayan" width="450" /></a>
<p>
	Unsere erste Tour in die Berge f&uuml;hrte uns nach Kabayan. Ziemlich abgelegen, f&uuml;r uns nur mit einem ur-uralten asthmatischen Bus zu erreichen. Ich habe nicht gewusst, dass ein Oldtimer solche Steigungen &uuml;berwinden kann! Das Dorf selber besteht aus einigen H&auml;usern, zwei kleinen L&auml;den und einer Bauernkooperative. &Uuml;ber der Kooperative hat es einige Zimmerchen. Unsere Unterkunft f&uuml;r die Nacht.<br />
	Obwohl es schon sp&auml;t war, erkundeten wir nat&uuml;rlich noch die Gegend. Einige Jungens halfen uns, den Schl&uuml;sselaufbewahrer f&uuml;r das Dorfmuseum zu finden. Den in der Gegend um Kabayan ist die Hochburg der Mumiengr&auml;ber. Im Museum ist alles sch&ouml;n beschrieben, soweit es zumindest schon erforscht ist. Das machte uns Lust, noch tiefer in die Grabkultur der Begv&ouml;lker einzutauchen. Wir organisierten uns einen F&uuml;hrer und einen Fahrer mit 4X4 (&uuml;brigens der Grossvater von unserem Landcruiser in Australien!). Der F&uuml;hrer war gleichzeitig auch der W&auml;chter f&uuml;r die Mumiengr&auml;ber. Ausserdem musste er die Mumien rituell um Erlaubnis fragen und ein Gin-Opfer bringen, damit wir in die Grabkammern und fotografieren durften.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-045.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Eine ganze Mumienfamilie"><img alt="Die Tätowierungen sieht man sehr gut" class="size-medium wp-image-639" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-045-337x450.jpg" title="Eine ganze Mumienfamilie" width="337" /></a>
<p>
	Zuerst erwartete uns eine unglaublich steile Ruckelfahrt, mehr oder weniger &uuml;ber eine Strassee, die in der Schweiz als Wanderweg gelten w&uuml;rde. Auf dem h&ouml;chsten Punkt der Gegend holten wir uns wieder einen Schl&uuml;ssel und stiegen zu Fuss ein paar hundert Meter zu den Grabh&ouml;hlen ab. Die Mumien sind so &quot;begraben&quot;, dass sie einen guten Blick in die D&ouml;rfer haben. So haben ihre Geister immer eine sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber Land, Leute und Vieh. Die Mumien sind zum Teil sehr gut erhalten, zum Teil schon halb verfallen. In den Bergv&ouml;lkern war es fr&uuml;her &uuml;blich, dass die Frauen komplett t&auml;towiert waren. Was man bis heute an den Mumien noch sieht. Laut einer Geschichte raubte ein Politiker einige der Mumien. Nur so als Deko f&uuml;r seine Dienstwohnung in Manila. Als Folge verdorrte die Reisernte des ganzen Tals, das Vieh wurde krank und die Frauen unfruchtbar. Dieser Zustand hielt so lange an, bis das Dorf die Mumien wieder in ihren H&ouml;hlen begraben hatte&#8230;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-039.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Kindermumie"><img alt="" class="size-medium wp-image-638" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-039-450x337.jpg" title="Kindermumie" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>
	&Uuml;ber einen Bergweg erreichten wir dann den Highway, wo wir ganz einfach einen Bus auf der Strecke stoppten. Unser n&auml;chstes Ziel war Sagada, eine Mischung aus Hippie-Touristen, Wanderer und Bergv&ouml;lkern.<br />
	Am Morgen g&ouml;nnten wir uns als erstes ein richtig feines Zmorge. Und zwar mit direkt vor Ort angebautem Kaffee und frischem Joghurt- fein! Als n&auml;chstes machten wir einen kleinen Spaziergang. Im Reisef&uuml;hrer hiess es zwar, man gehe leicht verloren. Aber wir nat&uuml;rlich nicht. &Uuml;ber den katholischen Friedhof gelangten wir in ein kleines Tal mit aufgeh&auml;ngten S&auml;rgen der Animisten. Der letzte Bewohner wurde im Dezember mit dem Sarg an die Felswand gebunden. Scheinbar konnte man monatelang den Weg nicht mehr benutzen&#8230; Gem&uuml;tlich spazierten wir einem Fl&uuml;sschen entlang, dann &uuml;ber einen Pfad in die H&uuml;gel hinein. Und pl&ouml;tzlich war der Weg weg. Na, dann haben wir uns halt quer durch Dornengestr&uuml;pp einen Weg gesucht. Der Reisef&uuml;hrer hatte wohl doch recht.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-041.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Hängende Särge in Sagada"><img alt="Hängende Särge in Sagada" class="size-medium wp-image-640" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-041-337x450.jpg" title="Hängende Särge in Sagada" width="337" /></a>
<p>
	Den selben Fehler wollten wir nicht noch einmal machen. Also organisierten wir uns f&uuml;r den n&auml;chsten Tag einen F&uuml;hrer,&nbsp; der uns quer durch Bergd&ouml;rfer und Reisterassen zu einem grossen Wasserfall f&uuml;hrte. Der Guide war mehr als nur ein F&uuml;hrer, er hat uns viel &uuml;ber die Leute, die Kultur und den Reisanbau und den Goldabbau erz&auml;hlt. Zum Schluss meinte er noch, er h&auml;tte halt schon am liebsten europ&auml;ische Touristen&#8230; denn die Filippino-Touristen h&auml;tten f&uuml;r den weg einen ganzen Tag. Wir hatten gerade mal 3 Stunden.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-094.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Erfrischendes Bad"><img alt="" class="size-medium wp-image-641" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-094-337x450.jpg" title="Erfrischendes Bad" width="337" /></a>
<p>
	Die Reisterassen von Banaue waren unser n&auml;chstes Ziel. Das hiess, zuerst mit dem Jeepney in die Kreishauptstadt. Ruckel, Zuckel und wir waren da. Dummerweise fuhr dann der Bus nicht weiter, da gerade das grosse Folklore- und Kulturfestival stattfand. Wundersch&ouml;n! Gross und klein in traditioneller, farbig gewobener Kleidung am Tanzen. Musik, Auff&uuml;hrungen und ein Umzug. Pl&ouml;tzlich war alles fertig, und der Bus fuhr los. Der Fahrer hielt immer wieder an, um mit den Fahrern des Gegenverkehrs zu plaudern, schrieb w&auml;hrend der kurvigen Fahrt st&auml;ndig sms und wirkte auch sonst sehr abgelenkt. Irgendwie war die ganze Stimmung im Bus ein bisschen nerv&ouml;s. Tja, mitten in den Bergen hielt der Bus dann an. In der Nacht vorher versch&uuml;ttete ein grosser Hangrutsch die ganze Strasse.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-152.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="kleines Hindernis"><img alt="Erdrutsch" class="size-medium wp-image-642" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-152-450x337.jpg" title="kleines Hindernis" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Fahrer versicherte uns, dass auf der anderen Seite ein Bus warten w&uuml;rde. Wir m&uuml;ssten nur mit Sack und Pack &uuml;ber den Schuttkegel spazieren. Dummerweise kamen immer wieder kleinere Erdrutsche und eher gr&ouml;ssere Steine den Hang hinuntergedonnert. Aber von unserem Bus haben es alle geschafft. Nat&uuml;rlich war auf der anderen Seite kein Bus. Daf&uuml;r haben wir mit anderen Passagieren ein Minibus gemietet, der uns direkt nach Banaue gebracht hat.</p>
<h2>Reisterassen, Reisterassen, Reisterassen</h2>
<p>In der Gegend um Banaue befinden sich die Ifugao Reisterassen, die zum Unesco Welkulturerbe geh&ouml;ren. &Uuml;ber hunderte von Jahren haben die Ifugao, ein Bergbauernvolk, in m&uuml;hseliger Handarbeit ganze Bergh&auml;nge in Reisterassen verwandelt. Das ganze vor allem mit Lehmmauern, die bis heute jedes Jahr von Hand restauriert werden m&uuml;ssen. Dazu kommt noch ein ausgekl&uuml;geltes Bew&auml;sswerungssystem mit Fl&uuml;ssen, B&auml;chen, Kan&auml;len und Bambusrohren.<br />
	Die bequemste Art, diese Terassen zu besuchen, ist per Bus. Wir entschieden uns aber, quer durch die Bergh&auml;nge zu wandern. Statt einer Strasse kann man auf den Lehmmauern balancieren. Genau unser Geschmack! Da uns alle dringend eine Tour mit F&uuml;hrer empfohlen haben, machten wir uns auf die Suche nach einem. Im Touristenzentrum war nur eine seeeehr schl&auml;frige Angestellte, die sich nicht wirklich f&uuml;r unser Anliegen interessierte. Also fragten wir noch in unserem Hotel nach. Unsere Schlummermutter organiesierte uns sofort einen jungen Mann, Elmer. Er sei der erfahrenste und beste F&uuml;hrer. Zuf&auml;lligerweise trafen wir ein franz&ouml;sisches P&auml;rchen wieder. Sie waren mit uns im Bus, der pl&ouml;tzlich vor dem Schuttkegel stand. Wir beschlossen spontan, zu viert zu wandern.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-226.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Ifugao Reisterassen"><img alt="2 Schweizer, 2 Franzosen" class="size-medium wp-image-643" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-226-450x337.jpg" title="Ifugao Reisterassen" width="450" /></a>
<p>
	Fr&uuml;h am Morgen fuhren wir los. Unser Gep&auml;ck auf zwei altersschwache Tricycles verladen, wir irgendwo dazwischengequetscht. Unser T&ouml;ff musste unterwegs noch ganz akut ein bisschen &Ouml;l nachtanken&#8230; Beim Start bekamen wir noch ein paar Tipps von unserem F&uuml;hrer, dazu einen Wanderstock, um das Gleichgewicht auf den d&uuml;nnen Lehmmauern zu halten. Schon nach wenigen Metern waren wir mitten im dichten Regenwald. Zum Gl&uuml;ck hatte Elmer, unser F&uuml;hrer, eine Machete dabei. Ziemlich schnell gewannen wir an H&ouml;he. Auf dem ersten Berg hatten wir pl&ouml;tzlich einen unglaublichen Anblick vor uns: Das ganze Tal war auf beiden Seiten in Terassen unterteilt, alle in einem anderen Gr&uuml;n. Stundenlang wanderten wir sch&ouml;n bequem &uuml;ber die Lehmw&auml;nde, alles den H&ouml;henlinien entlang. Ab und zu ein Abstieg zum Fluss, ins n&auml;chste Tal und dann wieder ein Aufstieg zu den n&auml;chsten Reisfeldern. Unterwegs kamen wir durch kleine, &auml;rmliche D&ouml;rfchen. Alle ohne Strom und Strasse, daf&uuml;r alle Leute mit g&uuml;cklichen und zufriedenen L&auml;cheln. Ab und zu verschenkten wir Bonbons oder Kautabak. Quasi als Wegzoll f&uuml;r die Benutzung der Wege.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-177.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Alle Dörfer voll von Kindern"><img alt="...und der Schulweg ist  lang" class="alignright size-medium wp-image-651" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-177-450x337.jpg" title="Alle Dörfer voll von Kindern" width="450" /></a></p>
<p>
	Am Abend kamen wir ein ein Dorf. Dieses Dorf hatte sogar ein paar H&auml;user mit Solarzellen auf den D&auml;chern. Das gr&ouml;sste und sch&ouml;nste dieser H&auml;user war als Gasthaus eingerichtet. Unsere Gastgeberinnen kochten feines Essen (Reis&#8230;) mit viel frischem Gem&uuml;se, zum Fr&uuml;hst&uuml;ck extras&uuml;sse Pancakes. Und am Abend h&ouml;rten wir viel &uuml;ber die Menschen hier, den Reisanbau, ihre Kultur und &uuml;ber ihre Sorgen und N&ouml;te.<br />
	Am n&auml;chsten Tag verabschiedeten wir uns von Elmer. Er musste wieder nach Banaue zur&uuml;ck, wir wollten noch zu einem Wasserfall und ein weiteres Dorf besuchen. Der Abstieg zum Fluss war sehr steil, bis zuunterst ins Tal wanderten wir. Total verschwitzt kamen wir beim Wasserfall an. Das eiskalte Bad im See und die Dusche unter dem Fall hat uns ganz sch&ouml;n erfrischt. Dummerweise war der Aufstieg danach wieder seehr steil&#8230;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-228.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Der Fall"><img alt="So erfrischten wir uns" class="size-medium wp-image-645" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-228-450x337.jpg" title="Der Fall" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>
	In Baguio, der ersten Stadt im Hochland, tranken wir an einem Abend einen Civet-Kaffee. Das ist Kaffee aus Bohnen, die von Katzen gefressen und wieder ausgeschieden werden. Ein sehr spezielles Erlebnis. Und ein wirklich angenehmer Geschmack gibt dieses verfahren&#8230; Daher wollten wir direkt zu der Farm, auf der sie diesen Kaffee produzieren. Ein richtig vern&uuml;nftiges Souvenir. Leider wusste im Dorf niemand so genau, wie man zu dieser Farm kommt. Irgendwie mit dem Bus dahin, dann zu Fuss dorthin&#8230;und dann, mhmh, weiss auch nicht so genau. Da haben wir dieses Projekt halt sausen lassen und den Nachtbus nach Manila genommen.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-223.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Viel Reisterassen, wenig Dorf"><img alt="Ein Haus im Reisfeld" class="size-medium wp-image-644" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-223-450x337.jpg" title="Viel Reisterassen, wenig Dorf" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Von fahrenden K&uuml;hlschr&auml;nken und einem Vulkan</h2>
<p>Die schnellste Verbindung von kleineren St&auml;dten nach Manila sind die Aircon-Nachtbusse. Jede Nacht f&auml;hrt eine ganze Flotte aus jeder Himmelsrichtung in die Hauptstadt. Dummerweise kennen die Busse nur eine Einstellung f&uuml;r die Klimaanlage: Arktisch. Es ist so kalt in den Bussen, dass der Billetkontrolleur sogar eine Wollm&uuml;tze zum schlafen mitnimmt. Die L&uuml;ftungsschlitze werden mit Papier vermacht, die Leute wickeln sich in Jacken und Decken. Morgens um 4 Uhr kamen wir tiefgefrohren in Manila an. In den Strassen war immer noch / schon wieder Hochbetrieb. Strassenk&uuml;chen waren gestossen voll, Kioske verkauften ihre Waren, die Strassen voll von Leuten, Kindern und Fahrzeugen.<br />
	Wir nahmen ein Taxi, das uns zum Terminal einer anderen Busgesellschaft bringen sollte. Nein, es gehe noch viel einfacher. Na gut, vertrauen wir dem Fahrer. Mit Vollgas auf die Autobahn, jeden Bus &uuml;berholt, die Schilder mit dem Zielort gelesen. Als wir dann den rechten Bus &uuml;berholten, winkte der Taxifahrer, hupte und blinkte mit jedem Licht am Auto. Aber der Bus hat tats&auml;chlich angehalten, uns mitten auf der Autobahn einsteigen lassen. Nach dem eisgek&uuml;hlten Nachtbus waren wir froh, einen nicht ganz so kalten Bus erwischt zu haben. Dummerweise war der Busfahrer der Bruder im Geiste von Schumi und Co. Im Bus hiess es, wir seien etwas in zwei Stunden am Ziel. Nach einer knappen Stunde waren wir aber schon da&#8230;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-260.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Der See auf der Insel im See auf der Insel"><img alt="Der See auf der Insel im See auf der Insel" class="size-medium wp-image-646" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-260-450x337.jpg" title="Der See auf der Insel im See auf der Insel" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>
	In der Gegend um Tagaytay gibt es einen See. Im See ist eine Insel, die eigentlich ein Vulkan ist. In diesem vulkan hat es wieder einen See. Das grosse Gesch&auml;ft ist eine Bootsfahrt vom Ufer zur Insel, inklusive Besteigung des Vulkans. Nat&uuml;rlich wurden wir jeden Meter angequatscht, wir sollen unbedingt mit seinem Boot auf die Insel. Irgendwo habe ich ein Schild gesehen: Alert Level 2. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutet. Aber ich habe den Schleppern immer gesagt: You know, its Level two! Da haben sie uns in Ruhe gelassen. Sp&auml;ter haben wir dann geh&ouml;rt, dass bei Level 2 das Betreten des Vulkans/Insel verboten ist, da ein Aubruch droht&#8230;<br />
	Wenigstens haben wir so die Tourischlepper abgeh&auml;ngt. Zum Fr&uuml;hst&uuml;ck suchten wir uns ein Beizchen mit einer unglaublichen Aussicht auf See und Insel aus. Ich weiss nicht, was besser war: Die Aussicht oder der frische Hochlandkaffee&#8230;<br />
	Unser Hotel war gleich am Ufer des Sees, ganz idyllisch gelegen. Sogar einen Swimmingpool gab es. Nach bald 24h Busreisen waren wir reif f&uuml;r eine Dusche. Nur war gerade mal wieder Stromausfall. Also mussten wir zuerst am Ziehbrunnen Wasser holen. Und dann mit einem K&uuml;bel &uuml;ber uns kippen. Aber erfrischt hat es!</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-247.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Wandervögel"><img alt="Waldschrat und Waldfee" class="size-medium wp-image-657" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-247-450x337.jpg" title="Wandervögel" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>
	Am Abend machten wir uns ausgangsfein. Wir hatten gelesen, dass es da so ein richtig gutes Restaurant geben w&uuml;rde. Mit dem Tricycle fuhren wir zu Adresse. Oh, Sorry&#8230; wegen dem Stromausfall sei es geschlossen. Unser Fahrer hat uns dann zum n&auml;chsten Restaurant gefahren. Zu, kein Strom. So sind wir quer durch den Ort geirrt, alles zu. Bis auf ein kleines Strassenbeizchen. Dort haben wir uns die vegetrarischen Gem&uuml;senudeln bestellt. Dummerweise waren die Rindfleischstreifen auf den Veginudeln schon ziemlich gr&uuml;n&#8230; Gingen wir halt ohne Znacht ins Bett.<br />
	Auf dem Weg zur&uuml;ck nach Manila g&ouml;nten wir uns daf&uuml;r einen Buko-pie. Das ist ein frischer Kokosfilet-Kuchen mit Vanillesosse. Lecker! Diesmal war der Busfahrer statt Rennfahrer eine Schnecke: F&uuml;r die gleiche Strecke zur&uuml;ck brauchten wir fast vier Stunden! Den Rest des Tages verbrachten wir in einer Shopping Mall in Manila. Diese Malls sind so gross! Es hatte 10 Kinos, eine Schlittschuhbahn und gef&uuml;hlte 1000 Restaurants und L&auml;den. Eine Welt f&uuml;r sich. Am Abend nahmen wir dann den Nachtbus in Richtung S&uuml;den. Und wisst ihr was? Wir sind fast im Bus erfroren&#8230;.</p>
<h2>Grosse Fische und lange Str&auml;nde</h2>
<p>S&uuml;dlich von Manila liegt Legaspi. Noch etwas weiter, direkt am Meer, liegt Donsol. Und in Donsol kann man mit Walhaien schnorcheln. Zum Gl&uuml;ck f&uuml;r die Touristen sind diese Haie mehr Wal als Hai. Und essen nur Krill. Und eben von diesem Krill hat es grosse Mengen in dieser Gegend. Daher kommen die Butanding, wie die Walhaie hier heissen, jedes Jahr wieder, um sich so richtig vollzufressen.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Butanding-6.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Gross und friedlich"><img alt="Der Butanding" class="size-medium wp-image-659" height="253" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Butanding-6-450x253.jpg" title="Gross und friedlich" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>
	Der WWF hat mit den Beh&ouml;rden genaue Regeln festgelegt: Alle m&uuml;ssen zuerst einen Instruktionsfilm ansehen. Nur lizenzierte F&uuml;hrer und Boote sind erlaubt. Wenn ein Butanding gesichtet wir, darf nur ein Boot mit 6 Schnorchlern aufs Mal dem Walhai folgen. Nicht ber&uuml;hren, gen&uuml;gend Abstand halten usw. Na ja. Beim ersten Kontakt waren es etwa 40 Leute von 12 Booten, viele schwammen direkt in den Fisch hinein. Oder schlugen den anderen Schwimmern die Maske vom Gesicht. Zum Gl&uuml;ck ist der Fisch so schnell, der durchschnittliche Tourist kann ihm gar nicht nachschwimmen. Und unser F&uuml;hrer hat dann die Taktik gewechselt. So hatten wir 3 Kontakte nur f&uuml;r unser Boot allein.<br />
	Und es war unglaublich! Aus dem tr&uuml;ben Wasser unter mir tauchte ganz langsam ein riesiger Fisch auf. Unser F&uuml;hrer meinte, er sei etwa 12 Meter lang. Der riesige Mund weit offen, damit er das Wasser mit dem Krill filtern kann. Und er liess sich von uns &uuml;berhaupt nicht st&ouml;ren. Und obwohl wir eigentlich Abstand halten wollten, schwamm er uns einfach nach. Mit ganz langsamen, bed&auml;chtigen Bewegungen glitten die Butanding elegant durchs Wasser. Und selbst mit Speed-Flossen kamen wir kaum nach. Ein sehr eindr&uuml;ckliches Erlebnis!</p>
<p>&nbsp;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-275.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Wakeboarden"><img alt="geilo!" class="size-medium wp-image-660" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-275-450x337.jpg" title="Wakeboarden" width="450" /></a>
<p>
	Nach so viel Natur hatten wir langsam Lust auf etwas Action. In der Gegend gibt es das CWC, die gr&ouml;sste Wakeboardanlage der Filippinen. Das Wakeboard ist eine Art Snowboard f&uuml;r den Sommer. Mit einem Boot oder einer Art Skilift wird man &uuml;ber das Wasser gezogen und kann allerlei Kunstst&uuml;cke versuchen&#8230; und dabei ganz viel Wasser schlucken! Hat echt Spass gemacht. Selbst der Weg von der Stadt bis zum Zentrum war ein bisschen abenteuerlich. In der Gegend gab es fr&uuml;her eine Eisenbahnlinie. Die ist eigentlich schon lange stillgelegt. Aber als Ersatz gibt es selbstgebaute Draisinen. 2 Achsen, ein Stahlrahmen mit Bambusboden und ein Mot&ouml;rchen. Schnell, laut und macht Spass. Dummerweise muss man bei Gegenverkehr absteigen und die Draisine von den Schienen heben.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-234.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Tobi, der Schienentraktor"><img alt="Ich will Lokführer werden" class="size-medium wp-image-662" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-234-450x337.jpg" title="Tobi, der Schienentraktor" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>
	Nach Velofahren, Wandern und jeder Menge Wassersport hatten wir uns langsam aber sicher ein bisschen Ferien verdient. Und da wir uns sowieso gaaanz langsam auf die Heimkehr vorbereiteten, g&ouml;nnten wir uns noch ein paar Tage Strand.<br />
	Zuerst landeten wir im Takatukaland. Ein kleines Resort, gef&uuml;hrt von Schweizern, Deutschen und Filippinos. Wundersch&ouml;ner, weisser Sandstrand. Palmen ohne Ende. Und das Wasser so klar! Und die frischesten Mango, Ananas und sonstigen Fruchtshakes&#8230; Ausser Schnorcheln, Schwimmen, Lesen haben wir nicht so viel gemacht&#8230;so sch&ouml;n!<br />
	Wir trafen auch ein paar Schweizer. Und konnten uns dann bei frischem Ankezopf oder R&ouml;sti langsam auf die Heimat einstimmen.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-279.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Taka Tuka Land, Negros"><img alt="so sah es in den Ferien aus..." class="size-medium wp-image-664" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-279-450x337.jpg" title="Taka Tuka Land, Negros" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>
	Boracay. Laut einer Umfrage einer der 10 sch&ouml;nsten Str&auml;nde der Welt. Das wollten wir selber sehen. Aber zuerst mussten wir mit dem Boot zum n&auml;chsten Ort. Von da aus mit dem Bus weiter in die Stadt. Dann mit einem Taxi zum F&auml;hrhafen. Mit der F&auml;hre zur n&auml;chsten Insel. Da war es uns dann doch ein bisschen viel und machten einen Zwiscchenhalt in der Stadt. Zum Abendessen fuhren wir in ein gutes Restaurant mit Wagyu-Steaks. Fisch ist lecker, aber manchmal muss es doch Fleisch sein&#8230; Auf dem R&uuml;ckweg tauchte hinter unserem Taxi pl&ouml;tzlich ein Feuerwehrauto mit LaL&uuml; auf. Der Taxifahrer fand, dass er schneller als die Feuerwehr sei. So schnell sind wir noch nie durch eine Stadt gefahren!<br />
	Eben, einer der sch&ouml;nsten Str&auml;nde der Welt. Und wirklich, das Wasser ist glasklar. Dummerweise sehen das 20 000 Leute auch so. Die Stadt, der Strand, die ganze Insel ist bumsvoll mit Touristen. Discos, Party ohne Ende. Aber trotzdem geniessen wir einige sch&ouml;ne Tage auf Boracy. Schliesslich sind es die letzten Tage unserer Reise. Und so geniessen wir uns durch Essen aus allen L&auml;ndern der Welt, Kaffee in jeder Variation und die besten Fische und Meeresfr&uuml;chte.</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-350.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Boracay"><img alt="...einer der 10 schönsten Strände der Welt!" class="size-medium wp-image-666" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-350-450x337.jpg" title="Boracay" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<h2>alles hat ein Ende&#8230;</h2>
<p>Sch&ouml;n wars. Die Veloreise. All die Erlebnisse, Menschen, Kulturen und das Essen. Wir packten unsere Rucks&auml;ckchen, ein letzter sehns&uuml;chtiger Blick zum Meer. Und dann wieder mit Tricycle, Boot, Bus, Taxi zum Flughafen. Manila, die letzte Nacht auf den Filipinen. Hongkong, all die netten Leute der Swiss.<br />
	Und p&ouml;tzlich waren wir in Z&uuml;rich: Kuhgebimmel in der Flughafenmetro. Ich kann einfach eine Schale bestellen. Und bekomme auch eine! Die SBB f&auml;hrt auf die Minute genau los. Und zu Hause riecht es nach frischem Apfelkuchen. Es ist sch&ouml;n, wieder deheime zu sein!</p>
<p>Wir freuen uns auf Freunde, Familie und besonders auf unsere G&ouml;ttikinder!</p>
<p>Tobias und Silvia</p>
<p>&nbsp;<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-314.jpg" rel="lightbox[636]" rel="shadowbox[post-636];player=img;" title="Schön wars!"><img alt="Tschüss" class="size-medium wp-image-668" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/05/Filippinen-Teil-2-314-337x450.jpg" title="Schön wars!" width="337" /></a></p>
<p>
	&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Filippinen Teil 1</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 03:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ankunft &#160; Nach einer Nacht im Flugzeug, mit umsteigen in Hong Kong kommen wir in Cebu an, der zweitgr&#246;ssten Stadt der Philippien. Cebu ist wie viele St&#228;dte in den Schwellenl&#228;nder: laut, voller Menschen und ziemlich dreckig. Es ist immer was los in den Strassen. Es wird verkauft, gekauft, geflickt, transportiert, gewartet, gebetet, gegessen, gelebt.<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=612">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Ankunft</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach einer Nacht im Flugzeug, mit umsteigen in Hong Kong kommen wir in Cebu an, der zweitgr&ouml;ssten Stadt der Philippien. Cebu ist wie viele St&auml;dte in den Schwellenl&auml;nder: laut, voller Menschen und ziemlich dreckig. Es ist immer was los in den Strassen. Es wird verkauft, gekauft, geflickt, transportiert, gewartet, gebetet, gegessen, gelebt. Und das 24 Stunden am Tag. Es gibt alles: von der H&uuml;tte im Slum bis zur Villa am Stadtrand. Die Diskrepanz zwischen arm und reich scheint gross. Am Strassenrand kann man f&uuml;r 1Fr. essen oder aber im edlen Restaurant f&uuml;r 40Fr. Wir lassen uns zwei Tage lang treiben und organisieren dabei eine Visumsverl&auml;ngerung, was zum Gl&uuml;ck ganz unproblematisch und schnell vonstatten geht.</p>
<p>Wir planen unsere Reise und freuen uns nach diesen Tagen auf ein etwas idyllischeres Pl&auml;tzchen. Mit dem Bus verlassen wir die Stadt in Richtung Norden. Dort fahren wir mit der F&auml;hre auf die Insel Bantayan. Eine kleine Insel mit ein paar netten Strandresorts und einem sch&ouml;nen Strand. Genau richtig f&uuml;r uns. Wir geniessen ein paar Tage s&uuml;sses Nichtstun und lesen, bis uns die Augen zufallen. Nachdem wir im letzten Jahr kaum zum lesen gekommen sind, ist es super, wieder einmal in eine Geschichte einzutauchen. Haben wir richtig vermisst!</p>
<p>
	Wir verlassen die kleine Insel in Richtung Negros. Der Kahn, der uns in zweieinhalb Stunden auf die n&auml;chste Insel bringt, ist nicht gerade das neuste Model. Aber die See ist ruhig und die Fahrt verl&auml;uft problemlos. Das war nicht nur f&uuml;r uns angenehm sondern auch f&uuml;r die geladene Wahre: wir teilten unsere Schiff nebst anderen Passagieren noch mit etwa 25&#39;000 Eiern. Fein s&auml;uberlich aufegstapelt vor unseren F&uuml;ssen, zwischen unserem Gep&auml;ck und &uuml;berall sonst, wo es noch ein Pl&auml;tzchen frei hatte!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-041.jpg" rel="lightbox[612]" rel="shadowbox[post-612];player=img;" title="sensible Ware..."><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-614" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-041-337x450.jpg" title="sensible Ware..." width="337" /></a></p>
<p>
	In Negros fahren wir mit dem Bus in die Hauptstadt der Ostseite, Dumaguete. Die Stadt hat eine sch&ouml;ne Uferpromenade am Meer, viele nette Beizen und ist nicht ganz so laut und hektisch wie Cebu. Es gef&auml;llt uns und wir bleiben ein paar Tage. Wir erkunden mit einem T&ouml;ffli die Gegend. Tobi als Fahrer, ich hintendrauf. Wir versuchen so relaxt wie die Einheimischen auf dem T&ouml;ff zu sitzen, was uns mehr oder weniger gelingt. Wir fahren zu zwei Wasserf&auml;llen, einer ca. 60m hoch, mitten im Urwald. Zu diesem m&uuml;ssen wir ca. 300 Treppenstufen hinunter und wieder hinauf steigen, was uns am n&auml;chsten Tag einen wahnsinnigen Muskelkater beschert&#8230; Zum Gl&uuml;ck kann man sich an jeder Ecke f&uuml;r ein paar Franken massieren lassen, was wir dann auch machen.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-051.jpg" rel="lightbox[612]" rel="shadowbox[post-612];player=img;" title="Töffli fahren macht fast soviel Spass wie radeln..."><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-615" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-051-450x337.jpg" title="Töffli fahren macht fast soviel Spass wie radeln..." width="450" /></a></p>
<p>
	An einem Tag fahren wir zu zwei Kraterseen im bergigen Hinterland. Wir nehmen ein Habal-Habal, ein T&ouml;ff mit einer verl&auml;ngerten Sitzfl&auml;che, um Passagiere zu transportieren. Die Filippinos schaffen es, da zu viert, f&uuml;nft drauf zu sitzen. Wir sitzen auf je einen T&ouml;ff und die Fahrt ist schon so abenteuerlich genug. Ohne Helm oder Schutzausr&uuml;stung gehts eine kurvige Schotterstrasse den Berg hoch. Die eine oder andere Kurve wird von den Fahrern doch ziemlich z&uuml;gig gefahren und das mit dem relaxt auf dem T&ouml;ff sitzten gelingt nicht immer&#8230; Auf jeden Fall erreichen wir unser Ziel ohne Zwischenfall. Die Seen sind ein beliebtes Ausflugziel auch bei den Einheimischen. Wir machen eine kurze Schiffahrt und genissen die Ruhe und etwas k&uuml;hlere Luft. <br />
	Das Erdbeben und der Tsunami in Japan mit der folgenden Tsunami-Wahrnug in den Filippinen scheint in Dumaguete niemanden zu beunruhigen. Die Stadt geh&ouml;rt nicht in das betroffene Gebiet, aber etwas mulmig ist es uns trotzdem zumute. Nachdem aber gl&uuml;cklicherweise hier nichts passiert ist, fahren wir am n&auml;chsten Tag auf die n&auml;chste Insel, Siquijor. Das Meer ist an diesem Tag extrem unruhig und entsprechend ist die Fahrt wie auf einer Achterbahn. Mit Wasserspritzeffekt durchs geschlossene Fenster und kreischenden Frauen. Nur dass wir im echten Leben sind und nicht im Europapark! Wir sind froh, als wir dass Schiff verlassen k&ouml;nnen und wieder festen Boden unter den F&uuml;ssen haben!&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-012.jpg" rel="lightbox[612]" rel="shadowbox[post-612];player=img;" title="bei diesem Wetter macht Schiffahren Spass..."><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-616" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-012-450x337.jpg" title="bei diesem Wetter macht Schiffahren Spass..." width="450" /></a></p>
<p>
	Siquijor ist ein n&auml;chstes kleines Paradies. Ganz ruhig geht es zu und her. Es hat kaum Verkehr auf der Insel, welche in zwei Stunden mit dem T&ouml;ffli umrundet ist. Der Strom f&auml;llt ca jeden zweiten Tag mal aus, was aber niemand st&ouml;rt. Es ist halt einfach so. Mit limitierten Resourcen zum k&uuml;hlen wird auch das meiste ganz frisch gekocht. Das heisst, von der Essensbestellung bis zum Erhalt vergeht im Minimumm eine Stunde. Manchmal kommt es dann vor, dass nach ca. 20 Min. jemand aus der K&uuml;che kommt und einem erkl&auml;rt, dass das gew&uuml;nschte im Moment nicht erh&auml;ltlich ist. So verschiebt sich das Essen noch weiter nach Hinten&#8230; Eben halt Insel-Zeit. Aber wir haben ja Ferien und gen&uuml;gend Zeit, so bestellen wir halt einfach schon etwas, bevor wir richtig Hunger haben&#8230;<br />
	Wir baden und schnorcheln, lesen, faulenzen. Nur das Wetter zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite. Es regnet praktisch jeden Tag. Aber es ist trotzdem gen&uuml;gend warm, um zu baden.<br />
	Nach fast einer Woche verlassen wir die kleine Insel und fahren zur&uuml;ck nach Dumaguete, von wo wir nach Palawan fliegen. Palawan liegt etwas abseits von den meisten Inseln der Filippinen. Die unterste Spitze der Insel reicht fast nach Borneo, Malaysia. Wir ersparen uns eine Schiffahrt von ungef&auml;hr 30 Stunden und nehmen den Billigflieger.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-181.jpg" rel="lightbox[612]" rel="shadowbox[post-612];player=img;" title="Morgenstimmung in Palawan"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-618" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-181-450x337.jpg" title="Morgenstimmung in Palawan" width="450" /></a></p>
<p>
	Palawan hat einiges an Natur zu bieten und ist entsprechend bei den Touristen beliebt. Hier treffen wir auf soviele Touris und Backpacker wie noch nie auf den Filippinen. Aber Infrastrukturell scheint die Insel r&uuml;ckst&auml;ndiger als die anderen. Es gibt ausser in der Haupstadt nur stundenweise Strom von Generatoren, gew&ouml;hnlich am Abend. Linienbusse gibt es keine und die Strassen sind oft ungeteert. Aber es gef&auml;llt uns defintiv hier. Die Landschaft ist gepr&auml;gt von Bergen, Urwald, steilen Klippen und wundersch&ouml;nen Str&auml;nden auf einsamen Inseln. Wir besuchen den unterirdischen Fluss in Sabang, baden in Port Barton, einem ruhigen Fischerdorf und landen schlussendlich im Hotspot el Nido. El Nido ist ein Fischerdorf, eingequetscht zwischen steilen Klippen und dem Meer. Hier gibt es alles, was das Reise-Herz begehrt: Nette Kafes, gute Beizen(sogar mit echtem Schweizer Essen! und ganz viel zum erleben. Wir machen zwei Ausfl&uuml;ge mit dem Boot ins vorgelagerte Bacuit Archipel. Mehrere kleine, meistens unbewohnte Inseln verstreut im Meer. Es gibt Lagunen, versteckte Strande, wo man nur hinkommt, wenn man durch ein kleines Loch im Felsen schwimmt. Viele tolle Pl&auml;tze zum schnorcheln und Str&auml;nde zum verweilen. Dazu blaues Meer und Sonne! Was will man mehr?</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-291.jpg" rel="lightbox[612]" rel="shadowbox[post-612];player=img;" title="Aussicht von unserem Balkon in el Nido"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-619" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-291-450x337.jpg" title="Aussicht von unserem Balkon in el Nido" width="450" /></a></p>
<p>
	El Nido hat noch eine andere Besonderheit. Es gibt eine spezielle Vogelart hier, die ihre Nester mit Spucke machen. Die Einheimischen sammeln die Nester in den Felsspalten und kochen diese. Das Ganze wird dann als Suppe serviert. Es soll besonders f&uuml;r M&auml;nner gut sein&#8230; T&ouml;nt interessant, probiert haben wir es aber nicht!<br />
	Wir fahren zur&uuml;ck nach Puerto Princessa, der Hauptstadt, von wo aus wir nach Manila fliegen und uns im Norden in neue Abenteuer st&uuml;rzen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>&Ouml;V</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da wir ja nicht mehr radelnd unterwegs sind, ist f&uuml;r uns der &ouml;ffentliche Verkehr wichtig geworden. Und hier gibt es einfach alles! Mit allem was irgendwie fahrt, wird transportiert. Menschen, Tiere, Waren. <br />
	Da gibt es die einfache Velo-Variante. Ein BMX mit angemachtem Seitenwagen. Hier haben ca. 1.5 Europ&auml;er oder 3 Filippinos platz. Das Velo hat nur ein Gang und je nach Gewicht der Passagiere kommt der Fahrer ziemlich ins Schwitzen. Hart verdientes Geld! Dann gibt es die motorisierte Variante davon. Ein T&ouml;ff mit einem Seitenwagen, genannt Tricycle. Je nach Insel variert die Kabine in der Gr&ouml;sse und Komfort. Hier haben ca. 2-3 Europ&auml;er oder ca. 5-6 Filippinos platz. Das Schulbus-Tricycle schafft es schon mal, 8-10 Kinder aufzulanden! Das ist Effizienz! <br />
	Und dann gibt es f&uuml;r etwas weitere Strecken die Jeepneys. Eine Art Jeep mit Seitenb&auml;nken hintendrin, die eine festgesetzte Route abfahren. Diese sind aussen ziemlich aufgemotzt und angemalt. Aber meistens haben sie nicht einmal eine funktionierende Tempoanzeige und K&uuml;hlwasser wird kontinuierlich aus einem Tank auf dem Dach nachgef&uuml;llt. Getankt wird 81 Oktan Benzin, was dann auch die imense Abgaswolken erkl&auml;rt! Und damit wird einfach alles transoprtiert. Was nicht drin platz hat, wird aufs Dach gebunden. Inklusive Passagiere. <br />
	Auf den gr&ouml;sseren Inseln gibt es dann noch richtige Busse. Vom alten Klapperbus bis zum modernen, vollklimatisierten Linienbus.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-125.jpg" rel="lightbox[612]" rel="shadowbox[post-612];player=img;" title="Jeepney mit open-air Feeling"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-620" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-125-450x337.jpg" title="Jeepney mit open-air Feeling" width="450" /></a></p>
<p>
	Auf dem Wasser geht es etwa im gleichen Stil weiter. Hier werden F&auml;hrschiffe als modern angepriesen, die vor 20 Jahren im Mittelmehr ausgemustert wurden&#8230; <br />
	Gl&uuml;cklicherweise scheint sehr selten etwas zu passieren. Obwohl die Leute zum teil einen sehr eigenen Fahrstil haben, haben wir bis jetzt noch keine Unfall beobachtet. &quot;How&#39;s my driving?&quot; (wie fahre ich?) steht auf den meisten Fahrzeugen, mit einer Telfonnummer drauf. Angerufen haben wir noch nie, k&ouml;nnten aber einiges berichten&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Menschen</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein paar Eindr&uuml;cke, wie wir bis jetzt die Flippinos erleben:<br />
	Die Leute hier sind sehr h&ouml;flich und freundlich. Man wird grunds&auml;tzlich mit Sir oder Madam angesprochen. Dies scheint nicht nur f&uuml;r uns Touristen zu gelten, sie sprechen sich auch untereinander so an. Die Bestellung im Restaurant wird meistens wiederholt, um ja keinen Fehler zu machen. Auf den Strassen wird viel gewunken, hello gerufen. Es wird viel gelacht und gekichert. Auch an touristischeren Orten scheinen die Leute ehrlich freundlich. Die Leute sind zur&uuml;ckhaltend, man wird selten zu etwas gedr&auml;ngt. Es wird immer wieder mal probiert, uns mit den Preisen etwas &uuml;bers Ohr zu hauen.(Hat sicher auch schon ein paar mal geklappt&#8230;) Aber meistens machen sie es ziemlich charmant&#8230;</p>
<p>
	Viele Leute scheinen sehr religi&ouml;s. Die meisten Filippinos sind katholisch, eine &Uuml;berbleibsel der spanischen Kolonialzeit. Viele bekreuzen sich vor der Abfahrt mit dem Bus (vielleicht passiert darum so wenig&#8230;), beten vor dem essen (auch im Restaurant). An vielen Tricycle oder Jeepney wird Maria oder Jesus angepriesen. Auch Missionsarbeit scheint immer noch ein wichtiger Teil zu sein. Vorallem in abgelegenen Regionen, wo die Menschen noch ganz traditionell leben.</p>
<p>
	F&uuml;r uns ist ein angenehmer Aspekt, dass weitverbreitet Englisch gesprochen wird. Die Kinder lernen es in der Schule, die Zeitungen sind in Englisch und sehr viel ist in Englisch angeschrieben. Das macht das Reisen f&uuml;r uns nat&uuml;rlich einfach!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-203.jpg" rel="lightbox[612]" rel="shadowbox[post-612];player=img;" title="Ferienfeeling"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-622" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/04/Filippinen-Teil-1-203-450x337.jpg" title="Ferienfeeling" width="450" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Uns gef&auml;llt es auf den Filippinen und wir freuen uns auf die n&auml;chsten Wochen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ganz liebe Gr&uuml;sse aus den Tropen</p>
<p>Silvia und Tobi</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Melbourne bis Sydney</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 23:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[16.2-28.2.2011 Abschiedstr&#228;nen&#8230; Nach dem wundersch&#246;nen Trip durch Tasmanien kamen wir am Morgen fr&#252;h im F&#228;hrhafen von Melbourne an. Und Melbourne begr&#252;sste uns doch gleich mit einem perfekten Bilderbuchsonnenaufgang! Da wir zuf&#228;lligerweise mit Jeanine und Oliver auf dem gleichen Schiff waren, verabredeten wir uns gleich noch zum Fr&#252;hst&#252;ck. Sehr guter Kaffee und dazu ein Toast, belegt<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=593">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>16.2-28.2.2011</p>
<h2>Abschiedstr&auml;nen&#8230;</h2>
<p>Nach dem wundersch&ouml;nen Trip durch Tasmanien kamen wir am Morgen fr&uuml;h im F&auml;hrhafen von Melbourne an. Und Melbourne begr&uuml;sste uns doch gleich mit einem perfekten Bilderbuchsonnenaufgang!<br />
	Da wir zuf&auml;lligerweise mit Jeanine und Oliver auf dem gleichen Schiff waren, verabredeten wir uns gleich noch zum Fr&uuml;hst&uuml;ck. Sehr guter Kaffee und dazu ein Toast, belegt mit frischen Avocados und pochierten Eiern. Das nenne ich Fr&uuml;hst&uuml;ck!</p>
<p>&nbsp;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Tasmanien-5391.jpg" rel="lightbox[593]" rel="shadowbox[post-593];player=img;" title="Guten Morgen, Melbourne!"><img alt="Guten Morgen, Melbourne!" class="size-medium wp-image-599" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Tasmanien-5391-450x337.jpg" title="Guten Morgen, Melbourne!" width="450" /></a>
<p>
	Der Weg von der F&auml;hranlegestelle bis zum Restaurant f&uuml;hrte zu einem grossen Teil direkt am Meer entlang: F&uuml;r die letzten Radelkilometer h&auml;tten wir uns fast keine sch&ouml;nere Szenerie w&uuml;nschen k&ouml;nnen.<br />
	Aber jetzt genug geschw&auml;rmt. Nach dem Zmorge war n&auml;mlich putzen angesagt. Einpacken, auspacken, umpacken. Alle Spinnen, Ameisen und sonstiges Krabbelzeugs aus den Gep&auml;ck verbannen. Und am Schluss wurde aus unseren je 6 Fahradtaschen je ein kleiner Rucksack und eine Umh&auml;ngetasche.<br />
	Am n&auml;chsten Tag war es soweit: Unsere lieben Velos, Lisi und Oski, mussten in den dunkeln Container. Aber zuerst halfen wir noch, den Bremach von Oliver und Jeanine in den Container zu packen. Und danach waren unsere Velos an der Reihe&#8230; Es war schon ein bisschen ein trauriger Moment, nach 12000 Kilometern durch Regen, Schnee und Hitze einfach so die Containert&uuml;re zu schliessen. Aber wir haben noch ein Souvenir: Im ganzen Gjufel habe ich doch glatt vergessen, das Velomultitool zu verpacken. Ich trage es halt jetzt als Fussg&auml;nger mit mir mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0041.jpg" rel="lightbox[593]" rel="shadowbox[post-593];player=img;" title="Gut festgeszurrt und bereit für die Reise"><img alt="Anschnallen bitte!" class="size-medium wp-image-602" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0041-450x337.jpg" title="Gut festgeszurrt und bereit für die Reise" width="450" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Luxustrip</h2>
<p>Zugegeben, ein bisschen freuten wir uns auf den Luxus eines eigenen Autos, inklusive einem Bett und K&uuml;hlschrank und ganz dekadent: Ein DVD-Player&#8230;<br />
	Orange wars, unser Auto, eine Toyota-Familiensch&uuml;ssel ausgebaut zum Camper und h&ouml;rte auf den Namen &quot;Han Solo&quot; aus Star Wars.</p>
<p>&nbsp;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0371.jpg" rel="lightbox[593]" rel="shadowbox[post-593];player=img;" title="Han Solo aus Star Wars"><img alt="...Familienschüssel" class="size-medium wp-image-604" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0371-450x337.jpg" title="Han Solo aus Star Wars" width="450" /></a>
<p>
	Als erstes gingen wir einkaufen. Nat&uuml;rlich mussten wir uns dieses Mal nicht so (mengenm&auml;ssig) beschr&auml;nken wie auf dem velo. Wir haben so viele leckere Vorr&auml;te eingekauft, dass wir bis ins Hostel in Sydney noch einiges an Vorr&auml;ten &uuml;brig hatten&#8230;.</p>
<h2>Regen Nr. 187</h2>
<p>Der erste &Uuml;bernachtungsplatz war direkt an einem Fl&uuml;sschen gelegen. An sich sch&ouml;n&#8230; Aber gegen Morgen begann es zu regnen. Es regnete so stark, dass wir bald ein bisschen Angst hatten, der Fluss w&uuml;rde &uuml;ber die Ufer treten. Aber wir habens gerade noch geschafft!<br />
	Eigentlich wollten wir wandern gehen, auf einen H&uuml;gel mit spektakul&auml;rer Aussicht. Aber f&uuml;r den Wanderweg h&auml;tten wir Schwimmflossen statt Wanderschuhe gebraucht.<br />
	Wir hatten sowieso einen Besuch in der Hauptstadt Canberra geplant. Und da es da einige Museen gibt- der perfekte Plan f&uuml;r verregnete Ferien.</p>
<h2>Gr&uuml;ne Hauptstadt</h2>
<p>Canberra. Wir haben schon einige St&auml;dte gesehen. Gross, laut, l&auml;rmig, hektisch, &uuml;berbaut und Gedr&auml;nge &uuml;berall. Aber Canberra wirkt irgenwie wie eine kleine Kleinstadt im Gr&uuml;nen. Also eher ein paar H&auml;user in einer Gr&uuml;nlandschaft denn ein Park in einer Grossstadt. Die Museumsbesuche haben wir auf das War Memorial beschr&auml;nkt&#8230; und daf&uuml;r einen ganzen Tag darin verbracht. Thema ist &quot;Australien im Krieg&quot;</p>
<p>&nbsp;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0111.jpg" rel="lightbox[593]" rel="shadowbox[post-593];player=img;" title="...der arme Kerl schleppt 54kg mit!"><img alt="Ein australischer Füs in Afganistan" class="size-medium wp-image-600" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0111-337x450.jpg" title="...der arme Kerl schleppt 54kg mit!" width="337" /></a>
<p>
	Auf verschiedenen Etagen werden alle Kriegseins&auml;tze seit Beginn der Kolonialisierung gezeigt, die meisten mit originalen Waffen, Uniformen und Fahrzeugen. Unglaublich spannend!<br />
	der n&auml;chste Schlafplatz war etwas ausserhalb Canberras. Auf einem H&uuml;gel, schon halb in den Bergen. So sch&ouml;n!</p>
<h2>Blaue Berge</h2>
<p>Und auf die Berge stiegen wir am n&auml;chsten Tag. N&auml;mlich auf den h&ouml;chsten Berg Australiens! Der Mount Kosciuszko, 2228 m.&uuml;.M. Aber wie in der Schweiz f&uuml;hrt vom Mountainresort ein Sessellift in die H&ouml;he, von da aus sind es noch knapp 2 Stunden auf den Gipfel. Eine richtig sch&ouml;ne Wanderung &uuml;ber eine Art Hochplateau. Aber nach fast einem Jahr in Sandalen hatten wir je f&uuml;nf bis sechs Blasen an den F&uuml;ssen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0291.jpg" rel="lightbox[593]" rel="shadowbox[post-593];player=img;" title="Aufm höchsten Berg Australiens, 2228 m.ü.M"><img alt="Oben!" class="size-medium wp-image-601" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0291-450x337.jpg" title="Aufm höchsten Berg Australiens, 2228 m.ü.M" width="450" /></a>
<p>
	Quer durch eines der grossen landwirtschaflichen Zentren fuhren wir in die Blue Mountains. Unglaublich tiefe T&auml;ler, extrem viel Wald! Mit dem Velo h&auml;tten wir einiges an H&ouml;henmetern machen m&uuml;ssen. So konnten wir aber sehr bequem jeden noch so kleinen Aussichtspunkt anfahren. Und waren froh um jedes kleine Spazierg&auml;ngchen nach den vielen Kilometern im Auto.<br />
	Die Idee w&auml;re danach gewesen, auf einem Campingplatz in einem Vorort von Sydney zu &uuml;bernachten. Auto putzen, packen und wieder einmal waschen. Dummerweise sind wir f&uuml;nf Minuten nach sechs beim Camping angekommen. Und der hat halt Punkt sechs die Tore geschlossen. Also haben wir halt einen Platz in der Stadt gesucht. Es war nicht ganz einfach&#8230; aber am Schluss haben wir doch einen sch&ouml;nen Park mit Ententeich gefunden. Perfekt f&uuml;r uns!<br />
	Das ultimative Abenteuer erwartete uns dann aber am n&auml;chsten Tag. Wir mussten unser Auto in der N&auml;he vom Flughafen abgeben. Also haben wir uns sch&ouml;n vorbereitet, Karte ausgedruckt und die Wegbeschreibung gelesen. Wir haben alles Tip Top gefunden. Aber die australischen Strassenschilder verstecken sich seeeehr gerne hinter dichtem Geb&uuml;sch oder B&auml;umen. Nat&uuml;rlich haben wir die Ausfahrt verpasst. Und landeten daf&uuml;r in einem Wohnquartier mit gef&uuml;hlten 1000 Einbahnstrasse und keinem Strassenschild. Die Leute, die da wohnen, wissen schliesslich wohin sie fahren m&uuml;ssen.<br />
	Tja, nach einer guten Stunde Irrfahrt landeten wir doch noch in der Garage&#8230;</p>
<h2>Finally&#8230;.Sydney!</h2>
<p>Die letzten Tage in Sydney vergingen wie im Flug. Opernhaus, Schifffahrtsmuseum und die ber&uuml;hmten Str&auml;nde. Und nat&uuml;rlich jeden Tag Essen aus einem anderen Kulturkreis&#8230; Inklusive Schweinhaxe und Weissbier im L&ouml;wenbr&auml;u-Keller.<br />
	Die erste Zeit war nicht ganz so einfach. Bis dahin hatten wir eigentlich den gr&ouml;ssten Teil der N&auml;chte im Zelt verbracht, h&auml;ufig auch ganz alleine irgendwo in der Natur. Und pl&ouml;tzlich landeten wir in einem schmuddeligen Backpacker Hostel mit einem Haufen pubertierender Touris. Naja&#8230;<br />
	Wir haben die Zeit in Australien und Sydney sehr genossen. Aber jetzt freuen wir uns auf die Philippinen!</p>
<p>Tobias und Silvia</p>
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<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0931.jpg" rel="lightbox[593]" rel="shadowbox[post-593];player=img;" title="Wir machen auch ein bisschen Fasnacht!"><img alt="Wer ist der gutausehende Kerl im roten Shirt?" class="size-medium wp-image-605" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/03/Melbourne-bis-Sydney-0931-450x337.jpg" title="Wir machen auch ein bisschen Fasnacht!" width="450" /></a>
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		<title>Tasmanien</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 07:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Tasmanien ist der s&#252;dlichste, k&#252;hlste und regnerischste Staat in Australien. Auch war er aufgrund der Lage lange isolierter als der Rest von Australien. Entsprechend soll es hier viele Hinterw&#228;ldler geben, wurden wir gewarnt. Vor allem im Westen der Insel gab es bis vor einigen Jahren nicht einmal geteerte Strassen. So soll es dort auch richtig<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=544">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tasmanien ist der s&uuml;dlichste, k&uuml;hlste und regnerischste Staat in Australien. Auch war er aufgrund der Lage lange isolierter als der Rest von Australien. Entsprechend soll es hier viele Hinterw&auml;ldler geben, wurden wir gewarnt. Vor allem im Westen der Insel gab es bis vor einigen Jahren nicht einmal geteerte Strassen. So soll es dort auch richtig komische Kauze geben. Aber wundersch&ouml;n sei es trotzdem&#8230; Also, wir hatten einen Monat Zeit, um es herauszufinden!</p>
<p>Als erstes fuhren wir in den Westen. Dort gibt es noch richtigen, ursr&uuml;nglichen Regenwald und man munkelt, dass dort vielleicht sogar noch der ausgerottete Tasmanische Tiger leben soll. Nun, Regen hatten wir immer mal wieder, den Tiger haben wir aber nicht gesichtet. Wir fuhren zuerst der Nordk&uuml;ste entlang, bevor wir ins Inland abbogen. Viel Wind, regnerische Tage, K&auml;lte (10 Grad) machten uns den Anfang nicht gerade leicht. Dazu fuhren wir aufs Hochplateau in Zentaltasmanien, was uns jeden Tag um die 1000 H&ouml;henmeter bescherte.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-020.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="Herbstwetter"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-556" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-020-450x337.jpg" title="Herbstwetter" width="450" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Rosebery trafen wir einen Australischen Velofahrer, Paul, der zur Sorte &quot;harter Hund&quot; geh&ouml;rt. Duschen kommt nur alle paar Wochen vor, gegessen wird alles, auch wenn es schon langsam lebt, das Wasser kommt direkt aus dem Fluss, auch wenn es dann ab und zu mal Bauchweh gibt&#8230; So redeten wir &uuml;ber unsere Route: die Montezuma-Wasserf&auml;lle waren unser Ziel, die h&ouml;chsten Wasserf&auml;lle in Tasmanien. Ah ja, da will er Morgen auch hin. Da k&ouml;nnen wir ja gleich zusammen fahren. Hmm. Ja, vielleicht, mal schauen, probierten wir uns etwas herauszureden. Irgendwie waren wir nicht so sicher, ob wir das auch wollten. Am n&auml;chsten Morgen stand Paul bei uns auf dem Campingplatz und wartete, bis wir zusammengepackt hatten. Tja, da blieb uns wohl nichts anderes &uuml;brig&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-044.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="eine wackelige Angelegenheit..."><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-545" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-044-337x450.jpg" title="eine wackelige Angelegenheit..." width="337" /></a></p>
<p>Zu den Wasserf&auml;llen f&uuml;hrte ein Bikeweg, der einer alten Eisenbahnlinie folgte. Wir holperten mit unserem ganzen Gep&auml;ck durch den Urwald, wurden zum Teil von den Wanderen etwas konisch angeschaut, aber es war wundersch&ouml;n. Bei den Wasserf&auml;llen gibt es eine H&auml;ngebr&uuml;cke, anschliessend geht der Weg als 4&#215;4 Track weiter, bis er wieder auf die Strasse trifft. Paul war zuversichtlich: kein Problem, ihr habt ja gute R&auml;der und sowieso. Und die paar B&auml;che, die wir furten m&uuml;ssen, sind auch kein Problem. Das machen wir mit links. Bei den beeindruckenden Wasserf&auml;llen machten wir Mittagspause und &uuml;berlegten uns, wie wir unsere R&auml;der &uuml;ber die H&auml;ngebr&uuml;cke bringen. Ca 20 cm&nbsp; breit war der Boden, und es durften sich laut Instruktion nur 2 erwachsene Personen gleichzeitig darauf befinden&#8230; Also brachten wir unser ganzes Gep&auml;ck einzeln &uuml;ber die wackelige Br&uuml;cke. Anschliessend zu zweit die Fahrr&auml;der; halb schiebend, halb tragend. Ein bisschen Adrenalin war schon mit dabei, aber wir brachten es ohne Verlust fertig. Ja, und dann gings &uuml;ber den 4&#215;4 Track weiter. Der Weg bestand mehr oder weniger aus einer Abfolge von grossen Pf&uuml;tzen, zum Teil knietief, schlammigem Untergrund, spitzigen Steinen, B&auml;chen. Wir brauchten f&uuml;r diese 10km etwas mehr als 2 Stunden. Dreckig waren wir von oben bis unten, aber Spass hats wirklich gemacht. Stolz kamen wir unten an, wo uns die Leute mit den Gel&auml;ndefahrzeugen erstaunt anschauten. Etwas gem&uuml;tlicher fuhren wir ins n&auml;chste Dorf, wo wir uns auf dem Camping zuerst einmal richtig wuschen. Paul, (der harte Hund), kam auch heute ohne Dusche aus und machte sich nach einer Tasse Tee auf, um sich irgendwo ein Pl&auml;tzchen zum schlafen zu suchen. War schon ein bisschen ein komischer Kauz, war dann aber doch ganz nett, zusammen unterwegs zu sein!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-096.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="Gordon River"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-546" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-096-450x337.jpg" title="Gordon River" width="450" /></a></p>
<p>Wir fuhren weiter richtung Strahan, der Touristenhochburg im Westen. Eine Schifffahrt auf dem Gorden River ist ein Muss, so wurde es uns jedenfalls weisgemacht. Als brave Touristen machten also auch wir einen Halbtagesausflug mit Boot. F&uuml;r einmal war es ein strahlend sch&ouml;ner Tag, und es war ein wahrer Genuss. Strahan liegt so quasi am Ende der Welt. Das Dorf ist umgeben von wildem Meer, Bergen und dichtem Urwald. Der Gorden River fliesst vom Hochplateau hier ins Meer. Und er ist eigentlich der einzige Weg, der durch den Urwald f&uuml;hrt. So bekamen wir einen Eindruck, von diesem undurchdringbaren Dickicht, von dem wilden Meer und der ehemaligen Str&auml;hflingsinsel Sarah Island. Sarah Island ist eine von drei Inseln in Tasmanien, wo die Schlimmen von den Schlimmen hingeschickt wurden. Sie mussten hier Zwangsarbeit leisten (Boote bauen), f&uuml;r Vergehen, wie Schuhe stehlen oder &auml;hnliches. Heute ist es ein wundersch&ouml;nes Pl&auml;tzchen, aber damals muss es ein Graus gewesen sein. Alles in allem ein toller Tag!</p>
<p>Von Strahan aus fuhren wir in Richtung Osten in den ber&uuml;hmten Cradle Mountain-Lake St.Claire Nationalpark. Sonne und Regen wechselten sich ab und wir fuhren durch wundersch&ouml;ne Gegend: Berge, Wald, Wasserf&auml;lle, klare Fl&uuml;sse. In Lake St. Clare verbrachten wir einen Tag mit wandern, bevor wir den Nationalpark verliessen. Wir fuhren richtung Hobart, der Hauptstadt im S&uuml;dosten Tasmaniens.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-130.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="Frau am See"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-547" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-130-337x450.jpg" title="Frau am See" width="337" /></a></p>
<p>Wir machten noch einen kleinen Abstecher zum Mount Field Nationalpark, der wiederum Wasserf&auml;lle, Bergseen und viele Tiere bietet. Um endlich einen Tasmanischen Teufel zu sehen, gingen wir in ein Auswilderungsheim. Diese sind n&auml;mlich auch schon vom aussterben bedroht. Tasmanische Teufel geh&ouml;ren zu den Beuteltieren wie die Kangaroos. Aber aussehen tun sie ein bisschen wie kleine Hunde, nix mit h&uuml;pfen. Teuflisch sind sie gar nicht, eher herzig. Lustig sind sie auf alle F&auml;lle, auch wenn sie scheinbar gerne in Zelten nach Nahrung suchen&#8230;&nbsp; Aber in freier Natur haben wir nie einen gesehen.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-259.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="teuflisch süss..."><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-548" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-259-450x337.jpg" title="teuflisch süss..." width="450" /></a></p>
<p>Wir verbrachten einige Tage in Hobart. Besuchten den Samstagsmarkt, schauten uns in der Stadt um und gingen ins gerade neu er&ouml;ffnete Museum MONA. Ein Museum, gesponsert von einer Einzelperson, dass Moderne und Alte Kunst ausstellt. Der Besitzer stellt quasi seine Privatsammlung aus, mit zus&auml;tzlichen St&uuml;cken, die speziell f&uuml;rs Museum angefertigt wurden. Bei Eintritt (der gratis ist) erh&auml;lt man einen I-Pod, der mit Hintergrundinformationen durchs Mueseum f&uuml;hrt. Auch wenn nicht gerade alles unserem Geschmack entsprach, auf jeden Fall eine spannende Angelgegenheit, die auch mit vielen anderen Reisenden zu Disskusionen anregte.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-292.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="Hobart"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-549" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-292-450x337.jpg" title="Hobart" width="450" /></a></p>
<p>Von Hobart aus fuhren wir auf die Tasman Peninsula, eine Halbinsel im S&uuml;dosten von Tasmanien. Sie ist der bekannteste Ort, wo Strafgefangene inhaftiert waren. Nur durch eine ganz schmale Landbr&uuml;cke mit dem Festland verbunden, galt sie als viel sicherer als Sarah Island im Westen. In Port Arthur, der eigentlichen Haftanstalt, kann man die verschieden Ruinen besichtigen. Wir erfuhren noch einiges mehr &uuml;ber die Bedingungen, unter denen die Strafgefangenen gehalten wurden und &uuml;ber verschiedene Einzelschicksale. Die Halbinsel an sich ist ebenfalls wundersch&ouml;n und der Umweg lohnte sich auf jeden Fall.</p>
<p>Entlang der Ostk&uuml;ste ging es langsam richtung Norden. Wundersch&ouml;ne, meistens einsame Sandstr&auml;nde begleiteten uns. Gebadet haben wir zwar nie, (Antarktis l&auml;sst gr&uuml;ssen) aber zum schauen wars trotzdem sch&ouml;n.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-397.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="Velofähre"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-550" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-397-450x337.jpg" title="Velofähre" width="450" /></a><br />
	&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um in den Freycent Nationalpark zu gelangen muss man von S&uuml;den her einen Umweg von ca. 40km machen. Der Park liegt auf einer Halbinsel, die im S&uuml;den nur durch einen schmalen Fluss vom Festland getrennt ist. Nun lasen wir von einer &quot;F&auml;hre&quot;, die diesen Fluss &uuml;berquert und uns einige zus&auml;tzliche km ersparen w&uuml;rde. Kurt soll der Mann heissen, der mit der Nussschale &uuml;ber den Fluss f&auml;hrt. Wir erkundigten uns im Infozenter danach. Die nette Frau verzog etwas das Gesicht. Ja, sie h&auml;tten da eine Nummer, aber sie wisse eigentlich sonst nichts. Nur dass dieser Herr oft sehr launisch und barsch sei am Telefon. Wir sollen also vobereitet sein, wenn wir da anriefen. Der mutigere von uns zwei (Tobi) wagte es, Kurt (oder wie er hiess) anzurufen. Oh, ja, er h&auml;tte doch gewusst, dass wir heute anrufen w&uuml;rden! Ah ja? Ja, du bist doch Ire? Nein?! Aber deine Freundin ist Irin? Nein, wir sind aus der Schweiz. Aha. Tja. Das Telefongespr&auml;ch verlief soweit erfolgreich. Wir sollten uns am n&auml;chsten Tag nochmals melden, um eine genaue Zeit abzumachen. So fuhren wir auf die Landzunge, mussten mit der leuchtorangen Regenjacke am Fluss winken (sie wohnen auf der anderen Seite) und Kurt wasserte sein Boot ein. Es ging so schnell, wir konnten nicht mal nach dem Namen fragen. Ruckzuck-zackzack, Gep&auml;ck abladen, Velos einladen, hinten reinsitzten, zwei Minuten &uuml;ber den Fluss fahren, Velo ausladen, Gep&auml;ck ausladen, Boot auswassern.&nbsp; Das Ganze dauerte etwa f&uuml;nf Minuten. Mehr als ein paar brummelige Kommentare &uuml;bers Wetter kamen nicht &uuml;ber seine Lippen. Wenn seine Frau uns am Ufer nicht in Empfang genommen h&auml;tte, um uns Informationen &uuml;ber die Gegend zu geben und das Gesch&auml;ftliche zu regeln, h&auml;tten wir wahrscheinlich gedacht, wir h&auml;tten getr&auml;umt&#8230;&nbsp; <br />
	Im Freycent Nationalpark trafen wir Beat und Ursula aus Luzern, die ebenfalls auf einer langen Reise rund um den Globus sind. Wir unterhielten uns angeregt und verbrachten den n&auml;chsten Nachmittag beim wandern zusammen. War richtig spannend, Merci nochmals! <br />
	In St. Helens bogen wir wieder ins Landesinnere ab. Es ging nochmals &uuml;ber einen richtigen Pass, begleitet von vielen anderen H&uuml;geln. Einmal mehr &quot;verschiffete&quot; es uns richtig. Und dass bei einer mega Abfahrt (wie unfair). Die warme Dusche und das Kaminfeuer auf dem Zeltplatz waren eine Wohltat!</p>
<p>In Launceston, der zweitgr&ouml;ssten Stadt Tasmaniens trafen wir nochmals Beat und Ursula. Bei einem Znacht tauschten wir unsere neusten Abenteur aus.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-514.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="geniessen am Festival"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-551" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-514-337x450.jpg" title="geniessen am Festival" width="337" /></a></p>
<p>Genau an diesem Wochenende fand ein Festival in der Stadt statt. Das liesen wir uns nicht entgehen. Fast alle wichitgen Kleinbrauereien und Weinanbauer waren vertreten. Dazu x-verschiedene Essst&auml;nde: von Schweizerr&ouml;sti &uuml;ber asiatisches Essen gab es alles, was unsere Radler(-Magen)Herz begehrten! Dazu Livemusik: was will man mehr?</p>
<p>Unser letzter Velofahrtag hielt nochmals eine ganze Palette Ereignisse f&uuml;r uns bereit. Wir fuhren auf einer Naturstrasse &uuml;ber einen H&uuml;gelzug. Es ging zwar nur auf 300m&uuml;M, aber das letzte St&uuml;ck Strasse war so steil, wie schon lange nicht mehr. Ausserdem war nat&uuml;rlich die Strasse in diesem steilen Abschnitt richtig &quot;ausgekarrt&quot;, was die Sache nicht gerade vereinfachte. Oben angekommen, machten wir mal ein bisschen Pause. Nun hat uns jemand erz&auml;hlt, dass es ganz in der N&auml;he ein Feuerbeobachtungsturm hat, von welchem man eine super Aussicht hat. Man m&uuml;sse einfach die linke Strasse nehmen und mit dem Fahrrad etwa 10 Min. fahren. Tja. Gesagt, getan. Die Strasse stieg weiterhin saum&auml;ssig steil an, nach jeder Kurve dachten wir, wir seien da. Nach dem die 10 Min und nochmals 5 extra Minuten abgelaufen waren, wollten wir gerade umkehren. Ein Auto kam angefahren und fragte, was wir suchten. Den Turm eben. Aha, ja, da arbeite ich! Bob lud uns kurzerhand auf und wir fuhren mit dem Auto (ca. 15min&#8230;) zum Turm. Wir bekamen direkte insider Informationen &uuml;ber seine Arbeit als Feuerbeobachter und eine grandiose Aussicht! Super! Nat&uuml;rlich fuhr er uns auch wieder zur&uuml;ck zu unseren R&auml;dern. Einfach nett, diese Leute hier!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-533.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="schöne Aussichten!"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-552" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-533-337x450.jpg" title="schöne Aussichten!" width="337" /></a></p>
<p>Und dann bei der ebenfalls steilen Abfahrt passierte es: nach 12000km an unserem letzten Tag, der zweite Platten! Und wir hatten bei Bob gerade noch behauptet, wir h&auml;tten auf unserer Veloreise nur einen richitgen Platten gehabt. Naja. So verbrachten wir halt unsere Mittagspause mit Platten flicken. Kurz was essen und weiter. Nach etwa 20km ein neues Problem: der Vorderreifen von Tobi hat gerissen! Wir konnten es kaum fassen. So lange ist nichts passiert, und heute gleich zum zweiten mal. Also, das ganze Spiel von Vorne. Dummerweise gab die Pumpe auch noch den Geist auf. Zum Gl&uuml;ck war ein Bauer gleich nebenan, der einen Kompressor hatte. So brauchten wir f&uuml;r die 60km nach Devenport den ganzen Tag!</p>
<p>Tasmanien ist definitiv eine tolle Insel, die sehr abwechslungsreich ist. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Und Hinterw&auml;ldler hat es vielleicht schon den einen oder anderen, aber nett waren sie allemal!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Alles hat mal ein Ende</h2>
<p>&#8230;nur die Wurst hat zwei, wie es so sch&ouml;n heisst. F&uuml;r uns hat es jetzt quasi zwei Enden. Einmal ein Ende mit dem Fahrrad und ein Ende der gesamten Reise. Da unser Visum im Februar ausl&auml;uft, haben wir schon l&auml;nger &uuml;berlegt, was wir wie machen wollen. Nun haben wir ja Jeannine und Oliver auf Kangaroo Island kennengelernt, welche in Melbourne gelebt haben. Sie schicken ihr Auto und Haushalt mit dem Schiff nach Hause. Und da hat es praktischerweise noch Platz f&uuml;r zwei super Velos und ihr Gep&auml;ck. Lisi und Oski werden &uuml;bers Meer zur&uuml;ck fahren. Und Silvia und Tobi werden noch bis Ende Februar mit einem Auto richung Sydney reisen. Und anschliessend f&uuml;r ein paar Wochen &quot;richtige&quot; Ferien auf den Philippinen machen&#8230; Nur mit Badehose und ganz viel Lesestoff&#8230;. Und dann irgendwann mal im Fr&uuml;hling wieder in der Heimat sein!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-515.jpg" rel="lightbox[544]" rel="shadowbox[post-544];player=img;" title="toll war'><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-553" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/02/Tasmanien-515-450x337.jpg" title="toll war's!" width="450" /></a></p>
<p>Unsere Fahrradreise war definitiv eine tolle Reise. Mit dem Velo Land und Leute zu entdecken macht Spass. Es ist nicht immer einfach, sich durch den Regen zu k&auml;mpfen oder gegen den Wind. Oder da zu bleiben, wo es vielleicht nicht so &quot;am&auml;chelig&quot; ist, aber man halt nicht mehr weiterfahren mag. Aber meistens macht es einfach total Spass. &Uuml;ber sch&ouml;ne P&auml;sse, durch einsame Gegenden fahren. Mit 66kmh einen Lastwagen &uuml;berholen, erstaunten Autofahrer erkl&auml;ren, dass man auch mit dem Rad &uuml;ber 4&#215;4 Tracks fahren kann. Die Ger&uuml;che von W&auml;ldern, Blumen, stinkenden Tieren am Strassenrand (weniger sch&ouml;n) einsaugen. Mit Leuten ins Gespr&auml;ch kommen, etwas &uuml;ber ihre Kultur, Meinungen, Ideen zu erfahren. Und am Abend m&uuml;de sein, weil man 100km mit dem Fahrrad gefahren ist und herrlich schlafen! Tja, ihr seht: devinitv empfehlenswert!</p>
<p>Also. Ganz viele liebe Gr&uuml;sse aus down under</p>
<p>Silvia und Tobi<br />
	&nbsp;</p>
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		<title>Mount Gambier bis Melbourne</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 03:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[31.12.2010 bis 14.1.2011 Aller Anfang ist schwer Das war ein Start. Aufstehen, fr&#252;hst&#252;cken. Dann die Hunde f&#252;ttern und ein bisschen kraulen, das Haus abschliessen und los. Laut Wetterbericht war Silvester der heisseste Tag mit gemeldeten 43&#176; im Schatten. Also sind wir extra fr&#252;h los. Meine neuen Pedale sind zwar nicht soo super wie die Originalen,<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=519">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>31.12.2010 bis 14.1.2011</p>
<h2>Aller Anfang ist schwer</h2>
<p>Das war ein Start. Aufstehen, fr&uuml;hst&uuml;cken. Dann die Hunde f&uuml;ttern und ein bisschen kraulen, das Haus abschliessen und los. Laut Wetterbericht war Silvester der heisseste Tag mit gemeldeten 43&deg; im Schatten. Also sind wir extra fr&uuml;h los. Meine neuen Pedale sind zwar nicht soo super wie die Originalen, aber wenigstens drehten sie sich wieder. Nach 14 Kilometern kam schon der erste H&uuml;gel. Pl&ouml;tzlich knackte und knirschte es unter meinem Sattel. Und der Sattel f&uuml;hlte sich an wie ein altes, durchgesessenes Sofa. Da ist mir doch prompt die Sattelschraube gebrochen. Also drehten wir wieder um und fuhren zu unserem neuen Velomech. Irgendwie konnte er die Schraube wieder an-improvisieren&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-046.jpg" rel="lightbox[519]" rel="shadowbox[post-519];player=img;" title="Felsbogen auf der Great Ocean Road"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-530" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-046-450x337.jpg" title="Felsbogen auf der Great Ocean Road" width="450" /></a></p>
<p>Eben, extra fr&uuml;h los wegen der Hitze: Mittlerweile war es halb elf und schon 38&deg;. Eigentlich wollten wir das Jahr mit einer 145 km Etappe abschliessen. Der Wind wurde immer heisser, die B&auml;ume liessen vor lauter Hitze ihre &Auml;ste fallen&#8230; Am Mittag entschieden wir dann, ein bisschen weniger weit zu fahren. Am gleichen Rastplatz machten auch zwei Backpacker mit B&uuml;ssli Pause. Kurz bevor sie abfuhren, rauchten sie noch ihre Zigarette fertig und dr&uuml;ckten sie brav am Gartenhag aus. Keine 5 Minuten sp&auml;ter sah ich ein kleines Rauchw&ouml;lkchen- der Gartenhag brannte! Zum gl&uuml;ck schleppen wir immer viel Wasser mit. Da habe ich halt meine Ration f&uuml;rs L&ouml;schen geopfert&#8230;<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-110.jpg" rel="lightbox[519]" rel="shadowbox[post-519];player=img;" title="Das wohlverdiente Päuseli am Meer"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-522" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-110-337x450.jpg" title="Das wohlverdiente Päuseli am Meer" width="337" /></a></p>
<p>An diesen heissen Tagen herrscht grunds&auml;tzlich immer &quot;total fire ban&quot;. Nicht mal den Gaskocher darf man benutzen. Und die Feuerwehr patroulliert in den W&auml;ldern. Tja, ein extrem anstrengender und heisser Tag, 107 km. Kein Wunder haben wir den Silvesterabend verschlafen!</p>
<h2>10`000 Kilometer und kein bisschen m&uuml;de</h2>
<p>Langsam kamen wir immer n&auml;her zu der Great Ocean Road, einer K&uuml;stenstrasse mit einigen wundersch&ouml;nen (touristischen) Highlights. Wir wussten schon, dass wir jetzt langsam Richtung Hochsaison fuhren. Trotzdem war es sehr gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig, auf einem komplett aus- (oder &uuml;ber-) buchten Campingplatz zu &Uuml;bernachten. Die Parzellen waren zentimetergenau eingezeichnet, die Duschen und Toiletten immer voll. Eigentlich hat es mehr ausgesehen wie auf einem Open Air- Gel&auml;nde.</p>
<p>Fast h&auml;tten wir noch unser 10&#39;000 km Jubil&auml;um verpasst. Jetzt sind wir doch schon fast ein Viertel um die Welt gefahren. Und es gef&auml;llt uns immer noch!</p>
<p>Die n&auml;chsten Tage verbrachten wir mit Sightseeing. Unglaubliche Felsformationen, wundersch&ouml;ne K&uuml;sten. Regenw&auml;lder und die sch&ouml;nsten Str&auml;nde, schroffe Klippen und 1000 andere Touristen. Und viel langsamer waren wir mit dem Velo auch nicht! Zum Gl&uuml;ck konnten wir den Massen gelegentlich entfliehen. So &uuml;bernachteten wir statt in einem Caravanpark im &ouml;rtlichen Stadion, inklusive Dusche! Oder mitten in einem Nationalpark, ohne Dusche. Aber das war uns egal, schliesslich war gleich neben unserem Platz ein Wasserfall mit Pool. Das Wasser war so richtig eiskalt und erfrischend. Und der n&auml;chste Platz war auch mitten im Urwald. Stellt euch vor, ihr sitzt mit einer Tasse Kaffee auf einem Baumstamm, noch ein bisschen morgenm&uuml;de und k&ouml;nnt den Koalas in den Baumkronen zugucken. Herrlich!<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-112.jpg" rel="lightbox[519]" rel="shadowbox[post-519];player=img;" title="Guten Morgen, Herr Koala!"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-525" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-112-337x450.jpg" title="Guten Morgen, Herr Koala!" width="337" /></a></p>
<h2>Der Ruf der grossen Stadt</h2>
<p>Langsam kamen wir immer n&auml;her an Melbourne. Nat&uuml;rlich mussten wir zuerst noch gef&uuml;hlte 100 H&uuml;gel &uuml;berwinden. In Jan Juc war es so h&uuml;gelig, dass unser Zeltplatz 60 m &uuml;ber der Rezeption lag&#8230; da &uuml;berlegst du dir gut, wie oft du nach unten willst&#8230;</p>
<p>Zum Thema &quot;nette Australier&quot; k&ouml;nnen wir wieder ein Kapitel hinzuf&uuml;gen: Auf Kangaroo Island haben wir Brad, Loretta und ihre drei Kinder getroffen. Auch sie haben uns einfach so zu sich nach Hause eingeladen. Bei ihnen durften wir drei Tage im G&auml;stezimmer verbringen. Nat&uuml;rlich inklusive Unterhaltung von Luca, Jules und Ede. Tja, da haben wir beide gleich ein wenig unsere G&ouml;ttikinder vermisst&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-150.jpg" rel="lightbox[519]" rel="shadowbox[post-519];player=img;" title="Wo ist Walter?- Die Kinder unserer Hostfamily"><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-527" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-150-450x337.jpg" title="Wo ist Walter?- Die Kinder unserer Hostfamily" width="450" /></a></p>
<p>Und wir wurden auch sonst so richtig verw&ouml;hnt: Brad ist n&auml;mlich Koch auf einem Schiff. Am ersten Abend gab es Lasagne (mhm!) und am n&auml;chsten Abend ein Steak-Barbeque mit selbstgemachten Kartoffelsalat und Coleslaw (Chabis-Salat: Doppel Mhm!!). Und f&uuml;r mich gabs dann zum Zmorgen pochierte Eier mit Speck und Tomate. Was f&uuml;r ein Start in den Tag!</p>
<p>Es ist ja immer wieder ein Thema: Wie kommen wir am besten mit dem Velo in eine grosse Stadt. Der einfachste Weg von Geelong nach Melbourne ist die M1, die Autobahn. Offiziell sind da Velos erlaubt&#8230;aber wir hatten absolut keine Lust, wieder &uuml;ber eine vierspurige Autobahn zu radeln. Zum Gl&uuml;ck war es kein Problem, die Velos in den Vorortszug mitzunehmen. Und unser Hotel war gleich neben der Endstation. Phuu, was sind wir faul geworden!</p>
<h2>Aller Anfang ist schwer die Zweite</h2>
<p>Reisserischer Titel, der Anfang in Melbourne war easy: Ein zentrales, nettes Hotel. Unglaublich viele Dinge zum ansehen und besuchen. So gibt es little Italy, Chinatown und die Innenstadt. Dann Museen, ein Imax und das Aquarium. Und dann die Crown Plaza, eine eigene Stadt in der Stadt mit Kinos, Casinos, L&auml;den und gef&uuml;hlten 500 Beizen. Dann gibt es supersch&ouml;ne Stadtstr&auml;nde, ein &quot;einbisschenHippie-&quot; Viertel St. Kilda und auch sonst noch viel zu entdecken.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-209.jpg" rel="lightbox[519]" rel="shadowbox[post-519];player=img;" title="historischer Turm unter der modernen Glaskuppel."><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-528" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2011/01/Mt-Gambier-bis-Melbourne-209-337x450.jpg" title="historischer Turm unter der modernen Glaskuppel." width="337" /></a></p>
<p>Aber wir hatten unsere Pl&auml;tze auf der F&auml;hre nach Tasmanien schon gebucht. Also packten wir alles am Abend vorher zusammen, stellten den Wecker auf 6 Uhr. Wir wollten schliesslich ja noch duschen und mussten quer durch die Stadt zum F&auml;hrhafen fahren. Sp&auml;teste Check-In Zeit 08:15. Tja, ich bin dann so um halb acht aufgewacht, der Wecker hat versagt. Turbopacken, auschecken und Velo beladen. Zum Gl&uuml;ck sind die Velowege gut angeschrieben. Und prompt sind wir falsch abgebogen&#8230;und wieder in St. Kilda statt am F&auml;hrhafen gelandet. Ohne Moregenkaffee einen Spurt mit Gep&auml;ck hinlegen&#8230; Aber wir sind punkt 8:17 angekommen. Und der nette Mann hat uns doch noch aufs Schiff nach Tasmanien gelassen&#8230;</p>
<p>Gr&uuml;sse von der Insel neben der grossen Insel</p>
<p>Tobias und Silvia</p>
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		<title>Port Augusta bis Mount Gambier</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 04:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Mawson Trail In Port Augusta verbrachten wir zwei, drei Tage. Berichte schreiben und ganz wichtig: unsere treuen Fahrr&#228;der wieder auf Vorderman bringen. Putzten, Kette wechseln, &#246;len u.s.w. Wir starteten in den neuen Monat mit einer neuen Herausforderung: der Mawson-Trail. Ein Mountainbike-Trail, der von den Flinders Range (eine &#34;Bergkette&#34;) im Norden von Port Augusta bis nach<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=505">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Mawson Trail</h2>
<p>In Port Augusta verbrachten wir zwei, drei Tage. Berichte schreiben und ganz wichtig: unsere treuen Fahrr&auml;der wieder auf Vorderman bringen. Putzten, Kette wechseln, &ouml;len u.s.w.<br />
	Wir starteten in den neuen Monat mit einer neuen Herausforderung: der Mawson-Trail. Ein Mountainbike-Trail, der von den Flinders Range (eine &quot;Bergkette&quot;) im Norden von Port Augusta bis nach Adelaide f&uuml;hrt. Um auf diesen Trail zu kommen, mussten wir zuerst wieder mal seit langem &uuml;ber einen Pass fahren. Dieser war zwar nur 500m&uuml;M, gab aber einen Vorgeschmack auf die n&auml;chsten (h&uuml;geligen) Tage. &Uuml;ber Feldwege holperten wir richtung S&uuml;den. Immer wieder kamen wir durch kleine D&ouml;rfer, fuhren entlang von wundersch&ouml;nen, leuchtenden Feldern, fuhren seit langem wieder einmal durch einen richtigen Wald. Wir konnten kaum genug kriegen, von dem guten Duft, der die Kiefern und Tannen verstr&ouml;mten.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-015.jpg" rel="lightbox[505]" rel="shadowbox[post-505];player=img;" title="Mawson Trail"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-509" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-015-450x337.jpg" title="Mawson Trail" width="450" /></a></p>
<p>Der Mawson Trail ist ja eigentlich f&uuml;r Mountain Bikes ausgelegt, und nimmt entsprechend jeden H&uuml;gel und Umweg mit, den es gibt. Da wir ja aber auch etwas vorw&auml;rts kommen wollten, nahmen wir zwischendurch die Strasse als Abk&uuml;rzung. Oder wir haben St&uuml;ckenweise andere Velowege eingebaut. So haben wir uns unseren eigenen Trail zusammengestiefelt&#8230;<br />
	Wir fuhren durch die bekannten Weinanbaugebiete in S&uuml;daustralien, das Clare Valley und das Barossa Valley. Nat&uuml;rlich liessen wir uns eine Weindegustation nicht entgehen&#8230;<br />
	&Uuml;ber die Adelaide Hills fuhren wir nach Adelaide. So kamen wir von einem Moment zum anderen von einer sehr l&auml;ndlichen, napf&auml;hnlichen Gegend in die Grossstadt. War irgendwie ganz komisch&#8230;</p>
<p>In Adelaide wohnten wir seit langem wieder mal in einem richtigen Zimmer mit eigenem Bad: welch ein Luxus&#8230;Wir kamen in der WG von Thomas unter, einem Bekannten von Tobi aus Sursee. Wir verbrachten die Tage mit sehr viel Nichtstun. Weihnachtsshopping (neue Schuhe f&uuml;r Tobi, neues Kopfkissen f&uuml;r mich&#8230;), k&auml;felen, Stadt anschauen. Ein bisschen Geburtstag feiern (mit Schweizer Schoggi&#8230;) Und seit langem gingen wir wieder mal ins Kino! Es war richtig sch&ouml;n!</p>
<h2>Kangaroo Island</h2>
<p>Wir entschlossen uns, nach Kangaroo Island zu fahren, eine Insel im S&uuml;den von Adelaide. Die Fleurieu Halbinsel davor erwartete uns wieder mal mir einer sehr h&uuml;geligen Topographie und wir kamen nach unseren Ferien in Adelaide nicht so richtig in die G&auml;nge. Irgendwie tats &uuml;berall ein bisschen weh, das Velo war wieder mal eine gef&uuml;hlte Tonne schwer und die Strassen ein Wirrwar. Ausserdem wurde es so richtig Herbstwetter. Die Temperaturen erreichten knapp 20&deg;, in der Nacht wars gerade noch 10&deg;. Immer wieder mal ein bisschen Regen, einmal hatten wir sogar einen veritablen Sturm mit Hagel. Und alle&nbsp; versicherten uns einmal mehr, dass das eigentlich normalerweise nicht so sei um diese Jahreszeit. Dies sei bis jetzt der nasseste und k&uuml;hlste Fr&uuml;hsommer in S&uuml;daustrlaien seit Jahren. Hatten wir das nicht schon einmal geh&ouml;rt in S&uuml;deuropa??? Auf jeden Fall war das k&uuml;hlere Wetter viel angenehmer zum Fahrradfahren als 40&deg;im Schatten.<br />
	Kangaroo Island ist ein touristischer Magnet. Die Insel ist durch die lange Isolation vom Festlad sehr artenreich und ein wahres Tierparadies. Wir verbrachten fast eine Woche auf der Insel und beobachteten Seel&ouml;wen, Koalas, Pinguine. Und sahen nat&uuml;rlich viele Kangaroos, Echsen und V&ouml;gel. Wobei uns die schlaftrunkenen Koalas fast am besten gefallen haben. Teddyb&auml;ren in den B&auml;umen&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-210.jpg" rel="lightbox[505]" rel="shadowbox[post-505];player=img;" title="einfach zum knuddeln, diese Koalas"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-510" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-210-450x337.jpg" title="einfach zum knuddeln, diese Koalas" width="450" /></a></p>
<p>
	Die Insel verf&uuml;gt nur &uuml;ber wenige Hauptverbindungsstrassen, so fuhren wir viele Strassen und H&uuml;gel doppelt. Daf&uuml;r trafen wir auch immer wieder dieselben Leute. Wir wurden zu Kaffee und selbstgebackenem Brot oder zum Bier eingeladen. Unteranderem &uuml;eberholte uns ein Lastwagen mit Berner-Nummer. Auf unser eifriges Winken hin hielten Oliver und Jeannine an. Selbst begeisterte Veloreisende haben sie ein Jahr in Melbourne gelebt und machen jetzt noch etwas Ferien mit ihrem 4&#215;4 Lastwagen, bevor es zur&uuml;ck in die Schweiz geht. Wir &uuml;bernachteten am selben Platz und hatten einen total spannenden und lustigen Abend zusammen. Danke!<br />
	Von einigen der vielen netten Bekanntschaften bekamen wir gar Einladungen, sie auf dem Weg nach Melbourne zu besuchen. Mal schauen, was alles drinliegt.<br />
	Wir verliessen Kangaroo Island wieder auf dem selben Weg, wie wir gekommen sind: mit der Autof&auml;hre. Und am anderen Ende wartete eine lange Strasse mit 13% Steigung auf uns. Ein netter Busfahrer hatte Erbarmen mit uns und nahm uns ganz spontan in seinem Linienbus 10km mit. Und das gratis und franko. Nett, diese Australier! <br />
	Wir fuhren manchmal mit, meistens gegen den Wind der Limestone Coast entlang. Einem Streifen K&uuml;ste mit sehr vielen Lagunen und Salzseen welche uns richtung S&uuml;den brachte. Die M&uuml;cken frassen uns und der Wind machte uns das Leben schwer&#8230;</p>
<h2>Weihnachten</h2>
<p>In Kingston verbrachten wir Weihnachten am Strand. Wir gingen gut essen und genossen die sonnigen Tage. An einem Tag gabs sogar Fondue, mit echtem CH-K&auml;se! War zuallem auch richtig fein, auch wenn die Portion etwas mickrieg war&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-297.jpg" rel="lightbox[505]" rel="shadowbox[post-505];player=img;" title="hmmm, echtes schweizer Fondue"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-511" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-297-337x450.jpg" title="hmmm, echtes schweizer Fondue" width="337" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und die&nbsp;Australier waren auch&nbsp;gl&uuml;cklich: gerade rechtzeitig kam der Sommer zur&uuml;ck, und das Wetter war ideal zum baden, surfen, grillieren: klassisch weihn&auml;chtlich halt&#8230;<br />
	Weihnachtszeit in Australien ist defintiv anders als bei uns. Nat&uuml;rlich das warme Wetter, ist ja klar. Aber dann wird in jedem Dorf Samichlauseinzug gehalten. Dies ist dann aber eher wie Fasnacht bei uns. Zuerst werden mal alle vorhandenen Fahrrzeuge herausgeputzt und mit glitzernden, farbigen Girlanden geschm&uuml;ckt. Dann hat jedes Gesch&auml;ft und jeder Club eine Nummer mit verschiedenen Themen. Samichlaus goes to Rio oder Samichlaus auf dem T&ouml;ff. Alle Blaulichtfahrzeuge werden vorgef&uuml;hrt, der Landmaschinenh&auml;ndler stellt seinen neusten Ernter vor. Dieser spuckt dann anstatt Konfetti Guetzli. Am Schluss kam dann noch der Pfarrer im Auto mit einem aufegblasenen Weihnachtsmann auf dem Anh&auml;nger. Den Leuten hats gefallen. Und uns auch&#8230;.</p>
<p>Nach 9600km hatten wir seit langem wieder einmal eine Panne. (Die dritte insgesammt!) Mein Hinterradreifen ist geplatzt. Den Weihnachtsnachmittag verbrachten wir mit Rad ausbauen, Reifen wechseln, Bremskl&ouml;tze wechseln u.s.w. Und dann vorallem alles wieder richtig einbauen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-322.jpg" rel="lightbox[505]" rel="shadowbox[post-505];player=img;" title="Blue Lake, Mount Gambier"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-512" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-322-450x337.jpg" title="Blue Lake, Mount Gambier" width="450" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es waren noch zwei Tage bis nach Mount Gambier, der zweitgr&ouml;ssten Stadt im &auml;ussersten S&uuml;dosten vom Staat S&uuml;daustralien. Am Morgen bevor wir in die Stadt fuhren fr&uuml;hst&uuml;ckten wir mangels Tisch am Boden auf dem Campinglatz in Beachport. Wir sahen wahrscheinlich so erb&auml;rmlich aus, dass uns Peter (bis anhin eine fremde Person) ganz spontan zu sich nach Hause einlud. Er wohne in Mt. Gambier und h&auml;tte gen&uuml;gend Platz im Haus. In der Einladung war eine Rundfahrt durch die Gegend und ein richtiges aussiestyle Fr&uuml;hst&uuml;ck inklusive! So verbrachten wir l&auml;nger als geplant in der Stadt. Besuchten den Blue Lake, einen Kratersee, der unglaublich blau ist im Sommer, fuhren zu verschiedenen kleinen Seen und eingefallenen H&ouml;hlen und zu sch&ouml;nen Hafenst&auml;dtchen. Nett, die Australier! Nebenbei besorgten wir noch neue Pedalen f&uuml;r Tobis Fahrrad und planten unsere weitere Reise entlang der Great Ocean Road und Tasmanien. Nat&uuml;rlich durften wir auch noch den folgenden Tag bleiben, obwohl die Familie in die Ferien fuhr&#8230; Als Gegenleistung mussten wir die Hunde f&uuml;ttern und das Haus abschliessen&#8230;</p>
<h2>So kann man auch Fahrrad fahren</h2>
<p>Wir hatten ja schon die eine oder andere Anektode &uuml;ber Radfahrer. Aber dieser Fahrradfahrer beeindruckte uns ziemlich. Oder besser gesagt vorallem sein Velo. Brad (oder so &auml;hnlich) wird n&auml;chstes Jahr an einem der h&auml;rtesten Mountainbike-Rennen der Welt teilnehmen. Dieses findet in der &nbsp;Simpson Desert statt, einer W&uuml;ste in Australien mit &uuml;ber hundert Sandd&uuml;nen. Das Rennen f&uuml;hrt &uuml;ber alle diese D&uuml;nen hinweg; weicher Tiefsand. Nun gibt es scheinbar extra R&auml;der f&uuml;r Sand, fast so gross wie ein T&ouml;ffreifen! Da sahen unsere Reifen aus, als w&auml;ren sie vom Kindervelo&#8230;.Tja, ist eben alles ein bisschen anders hier!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-119.jpg" rel="lightbox[505]" rel="shadowbox[post-505];player=img;" title="dagegen ist unser Pneu was fürs Kindervelo"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-513" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/12/Adelaide-bis-Mt-Gambier-119-450x337.jpg" title="dagegen ist unser Pneu was fürs Kindervelo" width="450" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun W&uuml;nschen wir euch einen guten Start ins neue Jahr&nbsp; und bis bald.</p>
<p>Liebe Gr&uuml;sse aus Down Under</p>
<p>Silvia und Tobi</p>
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		<title>Perth bis Port Augusta</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 05:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[2.11. bis 28.11.2010 Zur&#252;ck zum velo Wie beendet man einen sch&#246;nen Reiseabschnitt und beginnt einen Neuen? Wir machten es mit einem feinen Abendessen in einem Restaurant in der Brauerei little Craetures Freemantle. Nat&#252;rlich mit dem eigenen Bier und dem besten Cider! Was wir vorher nicht wussten: Genau an diesem Abend war grosse Helloweenparty- die meisten<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=481">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2.11. bis 28.11.2010</p>
<h2>Zur&uuml;ck zum velo</h2>
<p>Wie beendet man einen sch&ouml;nen Reiseabschnitt und beginnt einen Neuen? Wir machten es mit einem feinen Abendessen in einem Restaurant in der Brauerei little Craetures Freemantle. Nat&uuml;rlich mit dem eigenen Bier und dem besten Cider! Was wir vorher nicht wussten: Genau an diesem Abend war grosse Helloweenparty- die meisten waren mehr oder weniger gelungen verkleidet und hatten eine sehr ausgelassene Stimmung. Sch&ouml;n wars!<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta.jpg" rel="lightbox[481]" rel="shadowbox[post-481];player=img;" title="Perth bis Port Augusta"><img alt="" class="size-medium wp-image-484" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-337x450.jpg" title="Perth bis Port Augusta" width="337" /></a></p>
<p>Den n&auml;chsten Tag verbrachten wir mit Velo flicken (Transportsch&auml;den vom Flugzeug), einkaufen und alles wieder in unsere Velotaschen packen. Alle Dinge, die &uuml;brigblieben, konnten wir per Post an einen Exil-Surseer in Adelaide schicken (Thanks Tom!)<br />
	Ein gutes Gef&uuml;hl, wieder auf dem Velo zu sitzen! Und netterweise durften wir tats&auml;chlich mit dem Velo in die U-Bahn. Rund um uns lauter schick angezogene und aufgebretzelte Leute (es war gerade das Ascott-Pferderennen) und alle ein bisschen typsy.<br />
	Bei der Mittagsrast wurden wir immer wieder angesprochen, wohin wir den wollten&#8230; und alle warnten uns, es sei zu steil oder zu heiss und in jedem Fall k&ouml;nne man mit dem Velo nicht dahin fahren.<br />
	Na ja, aufw&auml;rts ging es schon. Warm war es auch. Aber auch sch&ouml;n, wieder einmal durch H&uuml;gel zu fahren. Am Nachmittag wollten wir uns einen Camping und eine Dusche g&ouml;nnen. Aber der Caravanpark, der auf der Karte verzeichnet war, existiert nicht. Aber etwa 10 km zur&uuml;ck h&auml;tte es einen. Also wieder zur&uuml;ck. Langsam etwas m&uuml;de und verschwitzt fragten wir nach einem Pl&auml;tzchen. Aber dieser Park nimmt grunds&auml;tzlich keine Zelte, nur Wohnwagen. Also strampelten wir wieder weiter. Im n&auml;chsten Ort machten wir wieder Halt. Da sprach uns ein netter Herr an, ob wir denn etwas bestimmtes suchen w&uuml;rden? Wir erkl&auml;rten ihm unser Problem. Worauf er uns doch gleich zu sich nach Hause einlud. Da sie ziemlich ausserhalb wohnen, verluden wir Gep&auml;ck und Velos in den Anh&auml;nger. Wir durften bei Steve und Christine im Hinterhof campen, in ihrer K&uuml;che kochen und endlich duschen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-127.jpg" rel="lightbox[481]" rel="shadowbox[post-481];player=img;" title="Perth bis Port Augusta 127"><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-486" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-127-337x450.jpg" title="Perth bis Port Augusta 127" width="337" /></a></p>
<p>Da die ganze Familie am Morgen schon sehr fr&uuml;h losgeht, bekamen wir den Schl&uuml;ssel um alles abzuschliessen. Am n&auml;chsten Morgen, wir wollten gerade zum Fr&uuml;hst&uuml;ck in die K&uuml;che, kam pl&ouml;tzlich ein Auto mit Karacho auf den Hof gerast. Eine eher runde Frau h&uuml;pfte aus dem Auto, in einem zeitlos eleganten Pijama. Was f&uuml;r ein Bild! Ganz alarmiert fragte sie uns, was wir hier wollten. Als wir es ihr erkl&auml;rt hatten, war sie ziemlich beruhigt. Sie dachte eben, es sei etwas passiert. Und da sie ja jeden Morgen hier duschen komme&#8230;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die netten Australier</h2>
<p>Nette Australier trifft man &uuml;berall. Viele reisen, viele haben Kinder in unserem Alter. Und fast alle sind grunds&auml;tzlich interessiert, was denn diese zwei verr&uuml;ckten Velofahrer hier wollen.<br />
	So campten wir auf einem ganz kleinen Gemeindecamping. Die Leute, die den Camping bewirtschaften hatten an diesem Abend eh G&auml;ste. So wurden wir zu einer unglaublichen Menge an Steaks, Burger und W&uuml;rste, Salat und Schinken-Kartoffelgratin eingeladen. Und da wir nicht alles aufgegessen haben, bekamen wir noch 10 W&uuml;rste f&uuml;r das Picknick am n&auml;chsten Tag.<br />
	Oder in der Mitte der Nullarbor, einer riesigen Halbw&uuml;ste, trafen wir 3,4 Mal Len und Terrie, ein &auml;lteres P&auml;rchen mit Wohnwagen. Da fragten sie uns in der Mitte der Nullarbor, ob wir den gerne Joghurt h&auml;tten. Sie h&auml;tten sich n&auml;mlich die ganze Zeit &uuml;berlegt, wie sie uns eine Freude machen k&ouml;nnten. Und da sie immer selber frischen Joghurt produziern&#8230; Mann, das war lecker!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-233.jpg" rel="lightbox[481]" rel="shadowbox[post-481];player=img;" title="Perth bis Port Augusta 233"><img alt="" class="size-medium wp-image-488" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-233-337x450.jpg" title="Perth bis Port Augusta 233" width="337" /></a>Und immer, wenn uns das Wasser langsam etwas knapp wurde, kam jemand und fragte ob wir noch gen&uuml;gend Essen, Trinken h&auml;tten. Unglaublich nett, diese Leute hier! Es gibt aber auch die Anderen: Eine &uuml;briggebliebener Alt-LSD-Surferhippie wollte mich doch tats&auml;chlich von seinem Glauben &uuml;berzeugen. Als er dann aber von ausserirdischen &Uuml;berkreaturen und solchen Dingen fantasierte, k&uuml;mmerte ich mich lieber um mein Dessert.&nbsp; Fast schon ein bisschen P&uuml;schiatrie&#8230;</p>
<h2>Die Nullarbor</h2>
<p>Die Nullarbor Plain ist eine riesige Ebene, halb W&uuml;ste und halb Buschland- nullus arbor, baumlos eben. F&uuml;r viele Australier ein letztes grosses Abenteuer, viele haben einen grossen Respekt davor.<br />
	Der Weg durch diese Ebene, der Eyre Highway, ist ca. 1200km lang. Es gibt etwa alle 100 bis 200 km eine Tankstelle, dazwischen nichts. Aber die Strasse ist geteert, es hat viele Leute unterwegs.<br />
	Wir fuhren durch wundersch&ouml;ne, karge Landschaften. Manchmal Buschland, Steppe oder auch ab und zu durch einen Wald- trotz der Namens. Wir zelteten oft einfach inmitten von Buschland, weg von der Strasse. Der Sternenhimmel in der Nacht war echt atemberaubend sch&ouml;n!!<br />
	Immer wieder sahen wir Emus, K&auml;nguruhs und jede Menge lustige Reptilien.<br />
	Wir hatten uns auf ziemliche Hitze eingestellt. Aber in der Nacht wurde es s..kalt und auch tags&uuml;ber war es oft eher frisch. Daf&uuml;r hatten wir von den 12 Tagen auf der Nullarbor 11 Tage Gegenwind. Tja, hat manchmal etwas Nerven gebraucht. Aber trotzdem konnten wir den 100km Tagesschnitt fast immer halten.<br />
	Was uns echt unglaublich genervt hat, waren die Fliegen. Manchmal waren es so viele, wir mussten im Zelt fr&uuml;hst&uuml;cken. Und fahren konnten wir oft nur mit Fliegennetz. Und dann gibt es noch die lokale Variante der Stechfliegen&#8230;<br />
	Der Eyre Highway war unglaublich sch&ouml;n, mit all den wechselnden Landschaften, dem Morgen- oder Abendlicht. Und mit der ganzen Weite und Leere&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-189.jpg" rel="lightbox[481]" rel="shadowbox[post-481];player=img;" title="Perth bis Port Augusta 189"><img alt="" class="size-medium wp-image-490" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-189-450x337.jpg" title="Perth bis Port Augusta 189" width="450" /></a><br />
	So kam uns dann das 1000-Einwohner-St&auml;tdchen Ceduna am Ende der Nullarbor wie eine Grossstadt vor!</p>
<h2>Die anderen Velofahrer</h2>
<p>F&uuml;r viele Australier ist die Nullarbor so etwas wie der Jakobsweg. Oder halt auch einfach der einzige Weg, um vom S&uuml;dosten in den S&uuml;dwesten zu fahren.<br />
	Im letzten Dorf vor der Nullarbor trafen wir dann auch gleich 2 Velofahrer, die gerade ihre Reise beendeten. Sie erz&auml;hlten uns von ihrem &quot;inneren Weg&quot;. Und sie gaben uns wertvolle Tipps zu Wasser und &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten. Und sie beschenkten uns: Ihre Unterst&uuml;tzungsgruppe zu Hause (Mom and Dad nat&uuml;rlich) kochten komplette Mahlzeiten vor, gefriertrockneten und vakumierten sie. Und sie haben so viel vorgekocht, dass wir einige komplette Mahlzeiten bekamen. So gab es bei uns Rind in Rotweinsauce, Dr&auml;ckh&ouml;rnli und Lammgeschnetzeltes.<br />
	Ebenfalls trafen wir eine S&uuml;dafrikanerin in diesem Dorf, Tyren. Wir hatten schon viel von ihr geh&ouml;rt, sie fuhr n&auml;mlich genua die gleiche Strecke, einfach einen Tag vor uns. Unterwegs auf der Nullarbor trafen wir sie immer wieder. Und im ersten Dorf machten wir zusammen eine kleine Party mit Bierchen und Grillplatte!<br />
	Da gab es einen Liegevelofahrer, ein Pfadfinder/Rover nat&uuml;rlich. Er sei am trainieren, er wolle Anfang Jahr in Kapstadt mit dem Liegevelo losfahren. Und Anfang Sommer in Schweden am Jamboree (Weltpfaditreffen)sein&#8230;<br />
	Und Jinn, ein Japaner. Er hat sich in Australien per Internet ein Tourenrad und die Ausr&uuml;stung gekauft&#8230;in Japan. Er war fast ein bisschen eifers&uuml;chtig auf unsere Ausr&uuml;stung.<br />
	Und die beiden Engl&auml;nder, der andere Australier und und und&#8230;</p>
<p>Es war wundersch&ouml;n, diesen Highway zu fahren. Mit all den Erlebnissen, den so unglaublichen Landschaften. All den Tieren und den Begegnungen mit anderen Reisenden.<br />
	Wir haben gefroren, geschwitzt und wurden verregnet. Der Wind hat uns fast weggepustet, und die Roadtrains ebenfalls. Eine sehr intensive Zeit!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-212.jpg" rel="lightbox[481]" rel="shadowbox[post-481];player=img;" title="Ein kleiner Roadtrain..."><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-492" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-212-450x337.jpg" title="Ein kleiner Roadtrain..." width="450" /></a><br />
	Aber auch vom sportlichen her: Wir radelten die 2400 km von Perth nach Port Augusta in 26 Tagen. Wir haben 2 Tage Pause gemacht. Und unser Tagesrekord waren 160 km&#8230;</p>
<p>Jetzt geniessen wir den Luxus von einer Stadt. Aber schon planen wir die n&auml;chste Etappe&#8230;</p>
<p>Wir freuen uns!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-249.jpg" rel="lightbox[481]" rel="shadowbox[post-481];player=img;" title="Geschafft!!"><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-493" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/11/Perth-bis-Port-Augusta-249-450x337.jpg" title="Geschafft!!" width="450" /></a></p>
<p>Tobias und Silvia</p>
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		<title>Broome bis Perth</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 06:57:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir genossen die Tage in Broome. Es war ein entspannter Ort mit netten Bar&#39;s und sch&#246;nen Str&#228;nden. Wir feierten Christine und Retos ersten Hochzeitstag in einem feinen Restaurant mit dem Spektakel des Monats: Staircase to the Moon. In den Wintermonaten geht der Vollmond direkt &#252;ber dem Meer auf. Bei Ebbe spiegelt sich dieser dann besonders<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=447">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir genossen die Tage in Broome. Es war ein entspannter Ort mit netten Bar&#39;s und sch&ouml;nen Str&auml;nden. Wir feierten Christine und Retos ersten Hochzeitstag in einem feinen Restaurant mit dem Spektakel des Monats: Staircase to the Moon. In den Wintermonaten geht der Vollmond direkt &uuml;ber dem Meer auf. Bei Ebbe spiegelt sich dieser dann besonders sch&ouml;n und es sieht aus, als g&auml;be es eben eine Treppe zum Mond. So &#39;ne richtige Treppe haben wir nicht gesehen, sch&ouml;n wars trotzdem.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-001.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="Karijini NP, Weano Gorge"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-448" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-001-337x450.jpg" title="Karijini NP, Weano Gorge" width="337" /></a><br />
	Unser n&auml;chstes Ziel war der Karjini-Nationalpark. Nach zwei Tagen Auto fahren waren wir dann auch da (kann man sich einfach nicht vorstellen, diese Distanzen!). Einmal mehr gabs wundersch&ouml;ne Schluchten zu erkunden. Die Gesteinsformationen und die Farben waren einfach unglaublich: wir konnten beinahe nicht mehr aufh&ouml;ren zu fotografieren&#8230; Die Schluchten waren zum Teil so eng, dass man durchschwimmen musste. Einmal machten wir ein bisschen Self-Canyoning: nicht ganz erlaubt, daf&uuml;r waren wir alleine&#8230; es hatten n&auml;mlich die Schulferien in Westaustralien begonnen, und die Pools in den Schluchten erinnerten uns zum Teil an ein Schwimmbad. Die Leute schleppten zum Teil sogar ihre halbe K&uuml;che mit in die Sclucht hinunter um nicht auf ihr Barbeque zu verzichten&#8230;<br />
	Der Boden ist sehr reich an Eisen. Dises produziert einen extrem roten Staub/Sand, der sogar magnetisch ist! Ganz in der N&auml;he ist eine der gr&ouml;ssten Eisenerz-Tagebauminen&nbsp; Australiens. Wir liessen uns eine Besichtigung nicht entgehen. Die Fahrzeuge und Maschinen machten uns fast am meisten Eindruck. Neben einem Rad sieht selbst Tobi wie ein Schuljunge aus&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-161.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="Das macht Eindruck!"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-449" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-161-450x337.jpg" title="Das macht Eindruck!" width="450" /></a></p>
<p>Nach all dem Staub und der Hitze sehnten wir uns wieder nach dem Meer. Wir fuhren zum Ningaloo-Reef, dem Pendant zum Great Barrier Reef im Osten. Wir verbrachten die Tage mit Schnorcheln, Baden, Faulenzen. An einem Tag machten wir einen Ausflug mit einem Schiff. Das Meer hatte sehr viel Wellengang, so dass einige von unserer Gruppe etwas mehr und die anderen etwas weniger Spass hatten&#8230; Reto und ich (Silvia) f&uuml;tterten etwas die Fische&#8230; Naja. Bin halt einfach nicht f&uuml;rs Wasser gemacht! Wir konnten viele Wale beobachten, sahen einen riesigen Manta gleich unter unserem Boot durchschwimmen: war trotzdem toll!<br />
	Beim Schnorcheln konnten wir viele sch&ouml;ne farbige Fischli sehen, grosse Meeresschildkr&ouml;ten vor der Nase, Tobi sah gar einen kleinen Hai. An Land beonachteten wir kleine &quot;Bergkangaroos&quot;. Die sind im Gegensatz zu den grossen Kangaroos recht selten. Wir hatten Gl&uuml;ck und sahen ganz viele von denen. Eines hatte gar ein Kleines im Beutel, dass ganz frech rausguckte! Und es sind richtige Kletterk&uuml;nstler: Christine und ich wurden blass vor Neid&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-273.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="Rockwallabies"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-450" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-273-337x450.jpg" title="Rockwallabies" width="337" /></a></p>
<p>Weiter gings nach Denham und in den Francois Perron Nationalpark. Dieser ist bekannt f&uuml;r seine seltenen Tiere und den Tiefsand. Die ganz lustigen Tiere wie zum Beispiel ein Bilby (grosse Maus mit noch gr&ouml;sseren Ohren) oder den Thorny Devil (stachliger Teufel, eine kleine Echse) haben wir leider nur auf den Schildern gesehen. Reto hat daf&uuml;r eine Redback-Spider auf der Camping-Toilette entdeckt. Die giftigste Spinne Australiens, die sogar f&uuml;r Menschen t&ouml;dlich sein kann. Wir wurden aber beruhigt: Seit 1960 sei niemand mehr daran gestorben&#8230;<br />
	Den Tiefsand erlebten wir dann auch noch richtig. Reto und Christine blieben mit ihrem B&uuml;ssli stecken. Alles Budeln und schieben half nichts. Ein Australier kam zur Hilfe und zog die Beiden wieder raus. Ein bisschen hatten wir den Eindruck, dass es dem Einheimischen sogar Spass machte, sein nigelnagelneues Equipment zu gebrauchen&#8230; Thanks anyway, mate!</p>
<p>Der K&uuml;ste entlang f&uuml;hren wir weiter nach S&uuml;den. Wir kreuzten den Wendekreis des Steinbockes, und verliessen somit die Tropen. Es wurde langsam k&uuml;hler, vorallem Abends mussten wir wieder mal einen Pulli anziehen. Auch wurde es pl&ouml;tzlich bewohnter, bebaute Felder mit wundersch&ouml;nen Farmh&auml;usern dazu. Zwischendurch eine kleine Ortschaft, dann wieder wilde K&uuml;ste. Wir fuhren zu den Pinnacles, ein Nationalpark oberhalb von Perth. Die Pinnacles sind eine Art Steins&auml;ulen, welche an mehrern Orten in Australien vorkommen, aber nur da in so grossen Mengen. Diese Obelisken standen zu hunderten auf einem Sandfeld. Wie diese entstanden sind ist bis heute nicht gekl&auml;rt. Sch&ouml;n zum anschauen waren sie trotzdem. Wir durchstreiften die Gegend und machten einige lustige Fotos auf,um und neben den Steinen. Machte Spass!<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-656.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="Turnen auf den Pinnacles, eigentlich nicht erlaubt..."><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-451" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-656-450x337.jpg" title="Turnen auf den Pinnacles, eigentlich nicht erlaubt..." width="450" /></a></p>
<p>Komische Gesteinsformationen gibt es in Australien viele. So fuhren wir zum n&auml;chtsten Must see: dem Wave Rock. Ein grosser Stein, der durch Wind und Wasser so erodiert ist, dass es aussieht wie eine stehende Welle. So konnten auch wir mal richtig surfen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-697.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="surfin, surfin..."><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-452" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-697-337x450.jpg" title="surfin, surfin..." width="337" /></a></p>
<p>Wir hatten Perth umfahren und sind vom Wave Rock direkt an die S&uuml;dk&uuml;ste von Australien gelangt. Ein weiterer Nationalpark lockte. Vorallem hatten wir hier wieder mal Berge. Zwar nur 370 Meter hoch, aber die Besteigung war dann doch eine recht steile Angelegenheit! Dazu gabs einen wundersch&ouml;nen Strand mit so feinem Sand, als w&auml;re es Mehl. Es quitschte beim Gehen und es erinnerte uns an Pulverschnee! Am n&auml;chsten Morgen konnten wir dann noch Wale direkt vom Strand aus beobachten: super!<br />
	<a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-028.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="Strand im Fitzgerald NP"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-453" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-028-337x450.jpg" title="Strand im Fitzgerald NP" width="337" /></a></p>
<p>In Albany k&uuml;mmerten Tobi und ich uns wieder mal ein bisschen um die Kultur. Wir besichtigten die alte Walfangstation, welche jetzt ein Museum ist. Es beeindruckte uns sehr, und stimmte uns auch nachdenklich.<br />
	Albany selbst hat uns auch sehr gut gefallen. Eine der &auml;ltesten St&auml;dte Westaustraliens hatte es viele nette Cafes, sch&ouml;ne Ecken und nette Str&auml;nde davor.</p>
<p>Weiter gings f&uuml;r uns in die Stirling-Range. Da stehen die h&ouml;chsten Berge Westaustraliens. Den h&ouml;chsten haben wir dann gleich bestiegen. &Uuml;ber 1000 m.&uuml;.M. ist Mt. Knoll und die Rundsicht fantstisch. Das kleine Gewitter dass uns kurz unter dem Gipfel erwischte soll &uuml;blich sein f&uuml;r die Gegend. Also gut, es regnete in Str&ouml;men und der Wind peitschte uns die Tropfen ins Gesicht, als w&auml;re es Hagel. Das erste Mal Regen in den letzten 8 Wochen, und dann so! Wir kamen durchn&auml;sst und fierend unter an, nur um festzustellen, dass es in unsere super Auto reinregnet&#8230;. Nein, unser Bakie (der s&uuml;dafrikanische Ausdruck f&uuml;r ein Pickup) hat uns entt&auml;uscht! Unser Aufbau hinten liess den Regen rein. Und unsere Matratzen, welche zuoberst waren, hatten das Wasser aufgesogen&#8230;So &uuml;bernachteten Tobi und ich wieder einmal in einem Zimmer. Und trockneten dabei unsere Matraten mit dem kleinen Heizf&ouml;hn&#8230;</p>
<p>Das es ab und zu im S&uuml;dwesten regnet sieht man an der komplett anderen Landschaft. Nicht mehr Buschland und roter Sand pr&auml;gte das Bild, sondern dichte W&auml;lder, gr&uuml;ne Wiesen, Schafherden, K&uuml;he, Landwirtschaft. Wir besuchten die gr&ouml;ssten B&auml;ume der Gegend im Giant Valley. Die B&auml;ume werden bis zu 80-90 Meter hoch. Einige wurden als Feuerbeobachtungsb&auml;ume gebraucht. Um Buschfeuer m&ouml;glichst fr&uuml;h zu erkennen, wurde der h&ouml;chste Baum in einer Gruppe genommen, die anderen darum gek&uuml;rzt. In den Stamm wurden Eisenstangen gesteckt um in die Krone zu gelangen, wo eine Plattform ist. Dort oben hat man eine fantastische Rundsicht und kann halt eben Feuer schon von weitem erkennen. Heute dient es eigentlich nur noch als Touristenattraktion. Es ist nicht ganz ohne auf diesen Eisenstangen ohne Sicherung &uuml;ber 50 Meter in die H&ouml;he zu steigen. Aber die Aussicht belohnt allemal!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-158.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="beim Bier testen..."><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-454" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-158-450x337.jpg" title="beim Bier testen..." width="450" /></a></p>
<p>Weiter Richtung Perth an der S&uuml;dwestk&uuml;ste liegt Margret River. Das Zentrum des Weinanbaus, es gibt mehr als Hundert Weinbauern in der Gegend. Wir liessen uns nat&uuml;rlich den Spass nicht entgehen, eine Weintest-Tour zu machen. Wir testeten um die 30 Weine, Bier, K&auml;se, Schockolade, Trockenfleisch, assen super z&#39;Mittag und investierten nat&uuml;rlich gleich in den besten Weisswein! Es machte total Spass und wir wurden von einem netten Guide durch eine wundersch&ouml;ne Gegend chauffiert. Und der gekaufte Weisswein schmeckte auch noch die n&auml;chsten Tage, g&auml;u Christine?<br />
	&nbsp;&nbsp; <br />
	In Bunburry besuchten wir ein Delphin-Info-und Forschungszentrum. Dieses liegt direkt an einer Bucht, in welcher seit den 60igern Delphine hinein schwimmen. Als wir morgens um acht uhr ankamen, waren bereits einige Delphine ganz nah am Strand. Wir standen ins Wasser und ca. 8 Delphine waren da. Zwei, drei waren so nah, dass wir sie beinahe anfassen h&auml;tten k&ouml;nnen (ist leider verboten&#8230;). Es war cool, zu sehen wie gross dass sie wirklich sind und wie elegant sie sich bewegen! Uns hats gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-195.jpg" rel="lightbox[447]" rel="shadowbox[post-447];player=img;" title="Flipper lebt!"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-455" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/10/Broome-bis-Perth-195-450x337.jpg" title="Flipper lebt!" width="450" /></a></p>
<p>Und dann kamen wir in Perth an. Genauer gesagt in Freemantle, ein eigener Stadtteil von Perth, der aber direkt am Meer liegt. Wir nisteten uns auf dem Camping ein. F&uuml;r Reto und Christine hiess es reisefertig machen, f&uuml;r uns Auto verkaufen, Velos abholen, umsatteln, Reiseplanung, B&uuml;roarbeit&#8230;</p>
<p>Wir haben die letzten zwei Monate mit Christine und Reto genossen. Die langen Gespr&auml;che, Disskusionen, Jassabenden (8:4 f&uuml;r Christine und mich!!), Biersortentesten (vorallem Reto und Tobi), Abenteur, 4&#215;4 fahren, fein kochen und noch ganz viel mehr. Und trotzdem freuen wir uns wieder aufs Velo fahren, aus eigener Kraft voran kommen. Auch wenn es heisst, wieder auf viel Komfort zu verzichten. Keine Klimaanlage mehr, keine 600 Watt Stereoanlage (war besser als unsere zuhause&#8230;) keine Coolerbox mit einem kalten Bier drinn&#8230; Wir freuen uns die riesigen Dimensionen noch anders zu erleben. Wir planen unsere Reise Richtung Osten. Wir werden die Nullarborplain durchfahren: 1200km W&uuml;ste und Steppe, alle 200km Wasser und ein Roadhouse. F&uuml;r die einen Australier ist es Zeitverschwendung, f&uuml;r die anderen eine spirituelle Erfahrung. Wir werden sehen, wie es f&uuml;r uns ist!</p>
<p>Ganz liebe Gr&uuml;sse aus Down under!</p>
<p>Silvia und Tobi<br />
	&nbsp;</p>
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		<title>Istanbul bis Broome</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 07:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Guter Start Jaja, wir und die Velos&#160;in anderen&#160;Verkehrsmitteln&#8230; Immer wieder m&#252;ssen wir merken, das Fahrr&#228;der zum fahren sind- und nicht zum transportieren. So z&#228;hlen die Velos zum normalen Gep&#228;ck. Wir haben also 30 kg Freigep&#228;ck pro Person, davon sind ca. 17 kg das velo. Also haben wir alles verschenkt, was wir irgendwie konnten. Keine Shampoos,<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=430">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Guter Start</h2>
<p>Jaja, wir und die Velos&nbsp;in anderen&nbsp;Verkehrsmitteln&#8230; Immer wieder m&uuml;ssen wir merken, das Fahrr&auml;der zum fahren sind- und nicht zum transportieren. So z&auml;hlen die Velos zum normalen Gep&auml;ck. Wir haben also 30 kg Freigep&auml;ck pro Person, davon sind ca. 17 kg das velo. Also haben wir alles verschenkt, was wir irgendwie konnten. Keine Shampoos, Waschmittel oder H&auml;ndedesinfektionsmittel. Denn jedes Kilo &Uuml;bergegep&auml;ck kostet irgendwie 50 Euro&#8230;<br />
	Ein bisschen Respekt hatten wir schon vor dem Check-In. Wir mussten sogar an den Spezialschalter, um unsere riesigen Kartons auf die Waage zu packen. Im &uuml;blichen t&uuml;rkischen Chaos hat der eine dem anderen was zugerufen, Kleber drauf, Bordkarte und Tsch&uuml;ss. Es hat irgendwie niemanden so richtig interessiert, dass wir 24 kg &Uuml;bergep&auml;ck hatten. Danke!</p>
<h2>
	Welcome to Australia</h2>
<p>Wir hatten ja schon viel geh&ouml;rt &uuml;ber die Aussie-Immigration. Und tats&auml;chlich haben sie uns gefilzt. Jede Form von Profil hat die nette Dame von der Quarant&auml;nebeh&ouml;rde genau inspiziert. Es k&ouml;nnte ja Samen, Sporen oder sogar Viecher darin haben. Einen Frosch hatten wir ja mal im Zelt. Immer nett l&auml;cheln, einen Spruch dazu und blitzblanke Sohlen an den Wanderschuhen (haben wir ja auch seit 3 Monaten nie mehr benutzt&#8230;) und pl&ouml;tzlich hat sie es nicht mehr soo genau genommen. Und schon sind wir in Australien!<br />
	In Istanbul war es fast 40&deg;&#8230; Dubai noch w&auml;rmer. Daf&uuml;r hat uns das winterliche Perth mit 2&deg; begr&uuml;sst. Auch sonst ist hier alles ein bisschen anders als in der T&uuml;rkei. Hier bezahlen wir bis 6 Dollar die Stunde f&uuml;r Internet. In bella T&uuml;rkiye war es meist gratis. Daf&uuml;r gibt es endlich wieder Speck im Burger!<br />
	Und dann hiess es Abschied nehmen von unseren lieben G&ouml;pplen. Immer noch sch&ouml;n verpackt, vom Flug leicht besch&auml;digt durften wir die beiden im Gartenh&auml;uschen vom Hostel unterstellen. Hat uns richtig leid getan :-((</p>
<h2>
	Welcome to the Tropics!</h2>
<p>Zur&uuml;ck in 40&deg; mit gef&uuml;hlten 150% Luftfeuchtigkeit. Darwin begr&uuml;sste uns mit sintflutartigem Regen. Innerhalb k&uuml;rzester Zeit waren alle Strassen &uuml;berflutet, von den D&auml;chern kamen richtige Wasserf&auml;lle. Aber die Einheimischen meinten, das sei bloss &quot;moderat rain&quot;. Wie es wohl ist, wenn es richtig regnet?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-139.jpg" rel="lightbox[430]" rel="shadowbox[post-430];player=img;" title="Darwin bis Broome 139"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-432" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-139-450x337.jpg" title="Darwin bis Broome 139" width="450" /></a><br />
	Unser Plan war, so schnell wie m&ouml;glich ein gutes Auto zu kaufen und dann mit Reto und Christine loszufahren. Ein guter Plan, leider nicht ganz so einfach umzusetzen. Wir grasten alles ab, von Annoncen &uuml;ber die schwarzen Bretter der Hostels bis zum Internet. Aber alles nicht ganz in unserem Rahmen, nicht Offroadf&auml;hig oder dann astronomisch teuer.<br />
	Wir haben mit einer Garage abgemacht, dass wir f&uuml;r 100 Dollars eine Art Check machen lassen k&ouml;nnen. Das erste Angebot war ein B&uuml;ssli, selber ausgebaut, 4X4 und sogar mit selber eingepasstem Snorkel&#8230; war aber viel zu teuer.<br />
	Das zweite Angebot war auch ein 4X4-B&uuml;ssli&#8230; und in der Garage haben sie uns dringenst vom Kauf abgeraten, der Motor sei so kaputt, dass wir garantiert nicht bis Perth k&auml;men.</p>
<p>
	Also suchten wir weiter. Mittlerweile waren Christine und Reto in Darwin angekommen. Statt dem &uuml;blichen Sightseeing klapperten wir alle Gebrauchtwagenh&auml;ndler in Darwin ab. Ich sage euch, das gibt eine ganz andere Sicht auf eine Stadt! Da trafen wir auch Dave Flint, ehemaliger Grossh&auml;ndler, Million&auml;r und jetzt Gebrauchtwagenh&auml;ndler. Zuerst durften wir seine Lebensgescchichte anh&ouml;ren, dann das Auto begutachten. W&auml;re schon ein gutes, ein Buschtaxi&#8230; aber wieder sehr teuer! Diese sind bei den Aborigines sehr beliebt (passen halt viele rein&#8230;), das treibt die Preise in die H&ouml;he. Wir vereinbarten eine Probefahrt f&uuml;r den n&auml;chsten Tag. Und da er sowieso gerade nach Hause wollte, chauffierte er uns gleich noch ins Museum. Und f&uuml;hrte uns pers&ouml;nlich durch die Ausstellung.<br />
	Am n&auml;chsten Tag machten wir die Probefahrt. Unterwegs stotterte pl&ouml;tzlich der Motor. Aha, kein Diesel mehr. So wurde aus der kurzen Probefahrt eine Tour durch die ganze Stadt. Das Auto war teuer, aber eben- halt ein Landcruiser. Beim Blick unter die Motorhaube erschraken wir dann. Ein Teil vom Motor fehlte ganz offensichtlich. Oh, das habe er noch gar nicht gesehen&#8230; dass sei nur der Kompressor f&uuml;r die Klimaanlage. Und wo das Reserverad sei? Ah, ja, &auml;h, organisier ich noch. Daf&uuml;r habe er noch einen Dachtr&auml;ger f&uuml;r das Auto. Der passte aber nicht. Sorry Dave, no interesst.<br />
	Also begannen wir wieder bei Null. Als Ablenkung g&ouml;nnten wir uns den Mindil Beach Night Market. Ganz viele St&auml;nde mit Essen aus der ganzen Welt, Musik &uuml;berall und viel Nepp und handgemachter Schmuck. Nat&uuml;rlich haben wir sehr intensiv die Essensst&auml;nde beguckt&#8230; und prompt den letzten Bus zur&uuml;ck verpasst. Na, so ein Spaziergang durch das n&auml;chtliche Darwin soll ja auch ganz sch&ouml;n sein. Durch die die Wohngebiete Richtung Zentrum PAFF!! Da stand es: Unser Auto. Ein Toyota Landcruiser mit Snorkel f&uuml;r Wasserdurchfahrten, hinten ein Pickup-Aufbau mit Dach. Perfekt. Und tats&auml;chlich hing ein Zettel am Auto: For Sale&#8230; Nat&uuml;rlich habe ich Tom gleich angerufen. Ja klar, wir k&ouml;nnen uns morgen treffen. Aber erst Mittags, sie seien noch am feiern.<br />
	Und wieder liessen wir das Auto in der Garage checken. Greg (schon bald unser neuer Freund&#8230;) meinte, das sei ein geniales Auto f&uuml;r Offroad. Und dann ging es schnell, per Handschlag und einer grossen Handvoll Bargeld waren wir im Besitz eines 4X4 Autos mit einer 4.5 Liter Maschine, Flutlichtanlage und einem Kuhf&auml;nger vorne. Ein paar n&ouml;tige Dinge wie M&uuml;ckennetz und Matratze kauften wir noch ein- und da waren wir schon im Outback unterwegs!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-259.jpg" rel="lightbox[430]" rel="shadowbox[post-430];player=img;" title="Darwin bis Broome 259"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-433" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-259-450x337.jpg" title="Darwin bis Broome 259" width="450" /></a></p>
<h2>
	Kakadu- National Park</h2>
<p>Auf dem Weg in Richtung Kakadu &uuml;bernachteten wir unterwegs auf einem Rastplatz. Das war wie auf einem richtigen Camping! Wohnwagen, Camper und Zelte. Bei uns in der Schweiz ginge das wohl nicht&#8230;<br />
	Der Kakadu ist ein riesiger Nationalpark im Norden Australiens. Von ganz einfachen Bushcamps bis zu 4-Sterneresorts gibt es alles.<br />
	Nat&uuml;rlich waren wir vor allem in den Bushcamps. H&auml;ufig waren wir fast die einzigen, denn die Anfahrt war meistens weit, m&uuml;hsam und definitiv nur mit einem 4X4 zu machen. Welch ein Spass! Durch Fl&uuml;sse und &uuml;ber Tiefsandstrassen fahren, mit dem Auto &uuml;ber Felsen kraxeln und dann draussen &uuml;bernachten. Die Sterne sieht man so klar, es hat n&auml;mlich gar kein Licht von St&auml;dten in der N&auml;he. Wenn es uns dann zu warm wurde, hatte es immer irgendwo nat&uuml;rliche Pools in der N&auml;he. Einer davon war der Crocodile Dundee- Pool. Der Pool ist kurz vor einem Wasserfall, man hat einen Ausblick &uuml;ber die ganze Ebene darunter. Klar haben wir da einen kleinen Apero genommen&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-317.jpg" rel="lightbox[430]" rel="shadowbox[post-430];player=img;" title="Darwin bis Broome 317"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-436" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-317-450x337.jpg" title="Darwin bis Broome 317" width="450" /></a><br />
	Wir machten auch eine Bootsfahrt auf dem Yellow Water, geleitet von einer Parkrangerin. Wir haben sehr viel &uuml;ber die Natur und die Tiere und die Aboriginals gelernt&#8230; und gaanz viele grosse Krokodile gesehen!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-273.jpg" rel="lightbox[430]" rel="shadowbox[post-430];player=img;" title="Darwin bis Broome 273"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-437" height="450" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-273-337x450.jpg" title="Darwin bis Broome 273" width="337" /></a></p>
<h2>
	Gibb River Road</h2>
<p>Der eigentliche H&ouml;hepunkt im Norden war f&uuml;r uns die ehemalige Viehstrasse Gibb River Road. Sie ist ca. 650 km lang, unasphaltiert, durchquert die Kimberleys und f&uuml;hrt an vielen wilden Schluchten und atemberaubenden Landschaften vorbei. Auch hier kamen wir an viele wundersch&ouml;ne Orte und Pl&auml;tze, welche wir ohne 4X4 nie erreicht h&auml;tten. In einem Tal hatte es einen ziemlich frischen, wundersch&ouml;n klaren See unter einem Wasserfal. Als es uns dann bald ein bisschen frisch wurde, standen wir halt unter die warme Quelle gleich daneben. Und am n&auml;chsten Morgen g&ouml;nnten wir uns dann die warmen Quellen in kleinen Pools. Und da warme B&auml;der Hunger machen gabs als Belohnung frisch gemachte Pancakes.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-001.jpg" rel="lightbox[430]" rel="shadowbox[post-430];player=img;" title="Darwin bis Broome 001"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-439" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-001-450x337.jpg" title="Darwin bis Broome 001" width="450" /></a></p>
<p>Und das alles weit weg von der Zivilisation. Leider ist uns unterwegs das Brot verschimmelt. Zum Gl&uuml;ck konnten wir in einem Roadhouse Mehl kaufen. So gab es dann halt jeden Morgen frisches Brot aus der Pfanne&#8230;<br />
	Wir hatten schon viel geh&ouml;rt und gelesen &uuml;ber die Roadtrains. Aber in echt sind sie einfach nur beeindruckend! Von weitem sieht man nur eine gewaltige Staubwolke. Und dann sind sie pl&ouml;tzlich da: Eine grosse Zugmaschine mit drei Anh&auml;ngern (Aufliegern) mit bis zu 17 Achsen, alles 53.5 m lang. Und die fahren auf Strassen 100 km/h, auf welchen wir gerade mal 80 fahren&#8230; gewaltig!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-120.jpg" rel="lightbox[430]" rel="shadowbox[post-430];player=img;" title="Darwin bis Broome 120"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-442" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-120-450x337.jpg" title="Darwin bis Broome 120" width="450" /></a></p>
<h2>
	Vom Outback zur&uuml;ck in die Zivilisation</h2>
<p>Ein komisches Gef&uuml;hl. Die ganze Zeit draussen, immer alleine oder nur ganz wenige andere Leute- und pl&ouml;tzlich wieder eine Stadt. Einkaufszentren, Tankstellen, Penner und Schn&auml;pseler &uuml;berall. Und das Benzin kostet statt 2.05 nur noch 1.40&#8230;<br />
	Im Outback sind wir immer zwischen 20 und 21 Uhr ins Bett. Und daf&uuml;r von fr&ouml;hlich plappernden Papageien um 5:30 geweckt worden. Hier in der Stadt werden wir um Mitternacht von unseren bescheuerten Nachbarinnen geweckt: Autot&uuml;r auf und zu und auf und zu&#8230; Das ganze lautstark kommentiert. Na, dann doch lieber die V&ouml;gel&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-026.jpg" rel="lightbox[430]" rel="shadowbox[post-430];player=img;" title="Darwin bis Broome 026"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-440" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Darwin-bis-Broome-026-450x337.jpg" title="Darwin bis Broome 026" width="450" /></a></p>
<p>Wir freuen uns auf die n&auml;chste Etappe, viel am Meer entlang und geniessen die Zeit mit Reto und Christine!<br />
	Und wir werden trotz aller 4X4 Euphorie das Auto in Perth verkaufen und wieder auf die Velos umsteigen&#8230; Das Velofahren fehlt uns sehr!</p>
<p>Tobias und Silvia</p>
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		<title>Kayseri bis Istanbul</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 10:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Unterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Kappadokien In Kars bestiegen wir den Nachtzug nach Kayseri, eine grosse Stadt in Zentralanatolien. Die Fahrt war &#228;usserst erholsam und komfortabel: Zweierabteil mit bequemen Betten, Lavabo, Klimaanlage und K&#252;hlschrank: was will man mehr. Und unsere R&#228;der fuhren im Gep&#228;ckwagen mit. Aber nicht ohne dass der Gep&#228;ckverantwortliche anhand seiner Tabelle ausrechnete, wieviel das jetzt noch kostet.<i><a href="http://www.windschatten.net/?p=414">  > Weiterlesen...</a></i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Kappadokien</h2>
<p>In Kars bestiegen wir den Nachtzug nach Kayseri, eine grosse Stadt in Zentralanatolien. Die Fahrt war &auml;usserst erholsam und komfortabel: Zweierabteil mit bequemen Betten, Lavabo, Klimaanlage und K&uuml;hlschrank: was will man mehr. Und unsere R&auml;der fuhren im Gep&auml;ckwagen mit. Aber nicht ohne dass der Gep&auml;ckverantwortliche anhand seiner Tabelle ausrechnete, wieviel das jetzt noch kostet. Kilometer (ca.1000) mal Gewicht (ca.17kg) mal zwei: ergibt einen Betrag von genau 43.50 Lira (ca.30Fr.)&#8230;</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-007.jpg" rel="lightbox[414]" rel="shadowbox[post-414];player=img;" title="Zugfahrt durch Ost- und Zentralanatolien"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-415" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-007-450x337.jpg" title="Zugfahrt durch Ost- und Zentralanatolien" width="450" /></a><br />
	Mit ein paar Stunden Versp&auml;tung, welche niemand sonderlich erstaunte, kamen wir dann wieder in der Hitze an. Die 800 Meter H&ouml;henunterschied waren deutlich sp&uuml;rbar. So beschlossen wir, erst am n&auml;chsten Tag in Richtung Kappadokien aufzubrechen und g&ouml;nnten uns ein sch&ouml;nes Hotel, wo wieder mal alles funktionierte! Was nicht selbstverst&auml;ndlich ist in der T&uuml;rkei&#8230;</p>
<p>Der erste Teil der Fahrt nach G&ouml;reme war eher unspektakul&auml;r: trockene, heisse, &ouml;de Landschaft. Pl&ouml;tzlich aber tauchten die ersten Tuffsteinkegel auf und es sah ein bisschen aus wie in einem M&auml;rchenwald. Die Region von Kappadokien wurde vor x-sowieso-tausend Jahren bei einem Vulkanausbruch mit Asche &uuml;berdeckt. &Uuml;ber Jahrtausende schuf der Wind aus dem leicht erodierenden Gestein Kegel. Irgendwelche Leute fanden heraus, das man den Stein sehr einfach aush&ouml;hlen kann. So schufen sie Kirchen, Wohnungen, St&auml;lle in den Felsen. Die fr&uuml;hen Christen fanden darin einen idalen Ort zum R&uuml;ckzug, sp&auml;ter als Versteck. Die H&ouml;len werden zum Teil heute noch genutzt, als Hotel oder f&uuml;r die Leute in den D&ouml;rfern als Lagergr&auml;ume. Wirklich bewohnt sind sie aber nicht mehr.<br />
	Vorbei an den erten Highlights steurten wir den viel gelobten Campingplatz an. Aber zuerst mussten wir wieder mal eine wahnsinnssteile Strasse &uuml;berwinden&#8230; Sie war nicht lang, aber hatte daf&uuml;r ein grobes Kopfsteinpflaster. Es war f&uuml;r mich fast unm&ouml;glich, da hinauf zu fahren und Tobi half beim Rad schieben&#8230; <a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-031.jpg" rel="lightbox[414]" rel="shadowbox[post-414];player=img;" title="Challenge inmitten Kappadokien"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-416" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-031-450x337.jpg" title="Challenge inmitten Kappadokien" width="450" /></a></p>
<p>
	Und so verbrachten wir die n&auml;chsten Tage in G&ouml;reme. Wir besichtigten die obligaten Sehensw&uuml;rdigkeiten: G&ouml;reme-Open-air Museum, die unteridische Stadt von Derinkuyu, machten einen Spaziergang durch die herrliche Landschaft, waren auf dem Markt. Oder wir badeten im Pool, wuschen Kleider, waren auf dem Netz u.s.w. Es gibt eben immer was zu tun!<br />
	Es war total interessant, auf diesem Camping wieder ganz viele europ&auml;ische Touristen zu treffen. Wir freundeten uns mit einer deutschen Mutter und ihren zwei M&auml;dels an, welche neben uns zelteten. So kamen wir und auch die M&auml;dchen zu viel Unterhaltung und Spass.<br />
	An einem Abend sassen wir bei der Rezeption, als zwei Backpacker kamen und sofort darin verschwanden. Tobi meinte zu mir: ich glaub, den kenn&#39; ich (sogar hier in der T&uuml;rkei kennt Tobi Leute: Unglaublich!) Und tats&auml;chlich war es Elias aus Sursee mit seiner Freundin Antonia. Und wieder hatten wir einen Abend lang ganz viel zu schwafeln&#8230;Klein ist die Welt!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-155.jpg" rel="lightbox[414]" rel="shadowbox[post-414];player=img;" title="Tobi in der Ihlara-Schlucht"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-417" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-155-450x337.jpg" title="Tobi in der Ihlara-Schlucht" width="450" /></a></p>
<p>Nach 5 Tagen zog es uns dann doch weiter. Wir fuhren in die Ihlara-Schlucht. Es soll wieder mal die tiefste Schlucht der T&uuml;rkei sein. Auf jeden Fall war es ein R&uuml;ckzugsort f&uuml;r die Christen im 9.Jahrhundert. So bauten sie jede Menge Kirchen in die Felsw&auml;nde. Oder besser gesagt: h&ouml;hlten sie aus. Das kann man heute bei einem Spaziergang durch die &uuml;ppig-gr&uuml;ne Schlucht alles erkunden. Sch&ouml;n!</p>
<p>Als wir am Nachmittag von unserer Erkundungstour zur&uuml;ckkamen, trafen wir wieder Elias und Antonia. Sie hatten mit dem Bus und Taxi und x-mal umsteigen etwa gleich lang gebraucht, wie wir mit dem Fahrrad!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Endspurt</h2>
<p>Unsere Tage in der T&uuml;rkei neigten sich dem Ende entgegen. Wir wollten es nochmals wissen und planten eine Route, bei der wir 450km in 5 Tagen fahren wollten. Einen 90-er Schnitt; eigentlich gut machbar. Aber es liegt dann halt keine Panne drin. Und auch keine grossen Berge. <br />
	So fuhren wir entlang der alten Karawanenroute Richtung Westen. Wir &uuml;bernachteten in Sultanhani, wo eine der gr&ouml;ssten und sch&ouml;nsten Karwansereien der T&uuml;rkei steht. Ganz sch&ouml;n eindr&uuml;cklich liegt sie inmitten einer &ouml;den Hochebene. Wir konnten uns sehr gut vorstellen, wie das war, wenn man tagelang unterwegs war und dann in dieser Oase ankam: k&uuml;hles Wasser, ein Hammam, etwas feines zu Essen und der Austausch mit anderen Reisenden. Nur das sie damals mit Kamelen unterwegs waren und wir mit den Fahrr&auml;dern!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-184.jpg" rel="lightbox[414]" rel="shadowbox[post-414];player=img;" title="Endlose Weite am Tuz Gölü"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-420" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-184-450x337.jpg" title="Endlose Weite am Tuz Gölü" width="450" /></a><br />
	In der Zentralt&uuml;rkei liegt ein riesiger Salzsee, an dessen Ufer wir radelten. Sehen konnten wir davon nicht viel, ausser das es unglaublich flach war und wir die &auml;rmlichen D&ouml;rfer bereits viele Kilometer im Voraus sahen. In den D&ouml;rfern waren wir wieder mal DIE Atraktion. Die Kinder kamen in Scharen aus den H&auml;usern gesprungen, wenn uns eines entdeckt hatte&#8230; Die Erwachsenen waren sehr freundlich und wir wurden einmal mehr reich beschenkt. In einem Gem&uuml;seladen schenkte uns der Besitzer den ganzen Sack voller Fr&uuml;chte und Gem&uuml;se, den wir eingepackt hatten. Eine Bezahlung lehnte er vehement ab! <br />
	Die Kilometer flogen auf der mehr oder wengiger flachen Strecke nur so dahin, obwohl wir die ganze Zeit Gegenwind hatten. So schafften wir in den ersten drei Tagen &uuml;ber 320km. Die Landschaft ver&auml;nderte sich trotz der Einf&ouml;rmigkeit immer wieder ein bisschen. Mal gabs zur Abwechslung ein paar B&auml;ume, grosse abgeerntete Kornfelder, oder ein kleines Fl&uuml;sschen. Mal einen H&uuml;gelzug dazwischen, dann wieder eine weite Ebene.</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-212.jpg" rel="lightbox[414]" rel="shadowbox[post-414];player=img;" title="Morgenstimmung bei Yunak"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-421" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-212-450x337.jpg" title="Morgenstimmung bei Yunak" width="450" /></a></p>
<p>Am besten gefiel uns die Landschaft am fr&uuml;hen Morgen oder am Abend in der D&auml;merung. Die Kontraste wurden weicher, das Licht tauchte alles in eine romantische Stimmung. Es verlor die H&auml;rte des Tages, wennn die Sonne brennt und weit und breit kein Schatten sichtbar ist. So suchten wir uns immer wieder sch&ouml;ne Schlafpl&auml;tzchen aus. Einmal auf einem Feld abseits der Strasse: Wir schliefen unter freiem Himmel. Die Stimmung am Abend war grandios, vorallem als der noch fast volle Mond aufging. Nur leider schien uns dieser die ganze Nacht richig fest ins Gesicht. Es war so hell, dass wir beinahe h&auml;tten Zeitung lesen k&ouml;nnen&#8230; Vorallem wurden wir so auch von den vorbeiziehenden Hirten gesehen, welche uns dann nat&uuml;rlich mitten in der Nacht einen Besuch abstatteten&#8230;</p>
<p>
	Am Vormittag des 5. Tages kamen wir in Afyon an. Wir wurden iimer wieder gefragt, was wir denn da wollen?!? Ganz einfach: Der Zug h&auml;lt da und mit dem wollen wir wieder nach Istanbul reisen. klar? So besorgten wir uns als erstes Tickets f&uuml;r den Nachtzug nach Istanbul. Velos? Big Problem&#8230; Tja, ein bisschen st&uuml;rmen und sie waren dann doch einverstanden&#8230;<br />
	Dann putzten wir in bester t&uuml;rkischer Manier unsere R&auml;der am &ouml;ffentlichen Brunnen. Wirklich komisch findet das hier niemand. Und dann gings noch einmal ins Hammam. Den ganzen Staub und Dreck der letzten Tage und Wochen abschrubben tat richtig gut. Tobi liess sich noch eine Australien-taugliche Frisur schneiden: einmal mit dem Rasierer durch!<br />
	Und dann ging es wieder zur&uuml;ck zum Bahnhof. Wieder etwas st&uuml;rmen mit dem Schaffner wegen unserer Velos. Im Unterschied zum letzten Zug verf&uuml;gte dieser &uuml;ber keinen Gep&auml;ckwagen. Ein bisschen ignorieren, warten auf den Chef und dann mal ein bisschen Geld z&uuml;cken und Oski und Lisi fanden am Ende des Schlafwagens einen Platz. Wir schliefen pr&auml;chtig und kamen erholt inmitten Istanbul an. Eine Fahrt &uuml;ber die Schnellstrasse blieb uns dieses Mal erspart.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Crazy Radler</h2>
<p>Wir haben nun in den letzten Wochen und Monaten viele Veloreisende getroffen. Jeder mit seiner eigenen Vorstellund vom Fahrradfahren. Einige werden uns warscheinlich lange im Ged&auml;chtnis bleiben. Und es sind nat&uuml;rlich vorallem die verr&uuml;cktesten&#8230;<br />
	Zum Beispiel Dimmi und Maartin aus Belgien. Irgendwo in der Pampa haben wir die beiden vor einigen Tagen getroffen. Sie winken uns vom Strassenrand herbei. Zwei Jungs, kurz nach dem Studium, waren unterwegs nach Indien. Wir begutachteten unsere Fahrr&auml;der, wobei sie bei unseren annerkennend nickten. Ihr habt ganz sch&ouml;n viel dabei, meinten sie. Ja, dass stimmt wohl, aber es gibt eben ganz viele praktische Dinge, auf die wir nicht verzichten wollen. Sie h&auml;tten zwar nicht viel dabei, aber vielleicht etwas viel unbrauchbares/unpraktisches Zeugs, meinten sie. Ja, da konnten wir doch nur beipflichten&#8230; Am hinteren Packtr&auml;ger hatten sie eine spezielle Halterung gebastelt, dass sie beide ihre Gitarren mitnehmen konnten. Dann hatten beide auf dem Packtr&auml;ger etwa je 6 Keulen zum Jonglieren. Einer hatte nur ein paar Radlerhosen, eine Shorts und ein T-Shirt dabei, daf&uuml;r noch ein Clown-Kost&uuml;m!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-185.jpg" rel="lightbox[414]" rel="shadowbox[post-414];player=img;" title="Dimmi und Maartin aus Belgien"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-422" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-185-450x337.jpg" title="Dimmi und Maartin aus Belgien" width="450" /></a><br />
	Auf jeden Fall waren sie ganz lustig. Sie erz&auml;hlten uns, dass heute ein spezieller Tag sei. Sie h&auml;tten abgemacht, dass sie von Mitternacht bis Mitternacht durchfahren und keine Pausen machen. Alles wollten sie auf dem Rad erledigen: anziehen, essen, schei&#8230;. Naja, so genau wollten wir es eigentlich gar nicht wissen! Und dann seien sie komplett NACKT gestartet und h&auml;tten alle 5 km etwas angezogen&#8230; Da der eine k&uuml;hl hatte, zog er zuerst ein T-shirt an und fuhr unten ohne&#8230; Sie dachten aber nicht daran, dass in den D&ouml;rfern mitten in der Nacht viel los ist. Da ja Ramadan ist, essen die Leute in der Nacht. So kamen sie trotz unpassender Kleidung zu einer Einladung&#8230; Vielleicht ein bisschen zu crazy, aber die Leute h&auml;tten sich trotzdem &uuml;ber sie gefreut. <br />
	Wir wurden dann auf der folgenden Strecke ein paar mal gefragt, ob wir Belgier seien&#8230;.Es schien sich ziemlich rumgesprochen zu haben&#8230;<br />
	Tja, eben, jeder auf seine Art und Weise&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Istanbul</h2>
<p>Ja, und jetzt das zweite Mal Istanbul. Das gleiche nette Hotel, aber auch immer noch die gleichen Schlepper davor, die uns in ihre Restaurants locken wollen. Aber wir wimmeln sie schon ziemlich gekonnt ab, oder &uuml;berraschen sie mit unseren T&uuml;rkisch-Kenntnissen. Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Wir sind besch&auml;ftigt mit Geburtstag feiern, uns nochmals (3.mal) mit Elias und Antonia treffen, Velos flugfertig machen, unser Gep&auml;ck so verteilen, dass wir m&ouml;glichst wenig &Uuml;bergewicht bezahlen m&uuml;ssen (d.h. m&ouml;glichst viel ins Handgep&auml;ck schmuggeln&#8230;).</p>
<p>Und dann Abschied nehmen von der T&uuml;rkei. Es hat uns wirklich gut gefallen hier: die Vielf&auml;ltigkeit der Landschaft und die Gastfreundschaft der Leute. Das feine Essen und der Cay &uuml;berall. Das orientalische und europ&auml;ische in einem. Ein Land, das uns begeistert hat!</p>
<p><a href="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-107.jpg" rel="lightbox[414]" rel="shadowbox[post-414];player=img;" title="Bitte lächeln!"><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-423" height="337" src="http://www.windschatten.net/wp-content/uploads/2010/09/Kayseri-bis-Istanbul-107-450x337.jpg" title="Bitte lächeln!" width="450" /></a></p>
<p>
	G&uuml;le G&uuml;le</p>
<p>Silvia und Tobi</p>
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